Wie aus Hülsen Worte werden

Glaube neu buchstabiert

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Gedanken zur zeitgemäßen Übersetzung zentraler theologischer Begriffe.
Der Theologe und Jesuit Klaus Mertes ist bekannt dafür, klare Worte zu finden für gegenwärtige Herausforderungen in Theologie und Kirche. Aktuell und lebensnah widmet er sich in diesem Buch der zeitgemäßen Interpretation zentraler kirchlicher Begriffe, die entweder einen starken Bedeutungswandel durchgemacht haben oder neu "übersetzt" werden müssen, damit sie weiterhin verständlich bleiben. Dabei hält er sich nicht lange mit Erklärungen oder Gedanken zum ursprünglichen Sinn dieser Begriffe auf, sondern bindet sie sehr direkt und konkret in aktuelle Lebensbezüge ein. Oft findet er auch Beispiele aus seiner eigenen Arbeits- und Glaubenspraxis, die zum Nachdenken anregen. Worte wie Dankbarkeit, Hoffnung und Gerechtigkeit, die scheinbar unproblematisch und direkt verständlich sind, finden dabei ebenso eine Beachtung wie eher "sperrige" Begriffe wie Keuschheit, Dämonen und Erbsünde. Mertes schreibt klar und leicht verständlich, seine Gedanken sind erhellend und oft wünscht man sich ausführlichere Überlegungen zu manchem Thema. Einzig der letzte Beitrag über den "Zorn" ist umfangreicher angelegt als 2-3 Seiten. Das Buch bietet dennoch zahlreiche Inspirationen für die eigene Auseinandersetzung mit religiösen Kernbegriffen und hilft, ihre Bedeutung für das eigene Leben neu zu erschließen.

Sprache verändert sich, und welche Vorstellungen man mit bestimmten Begriffen verbindet, verändert sich ebenso. Die Kirche verkündet seit 2000 Jahren das Evangelium, aber viele kirchliche Vokabeln klingen heute kaum noch nach einer frohen Botschaft. Viele wirken wie leere Schneckenhäuser, in denen nun ein anderes Tier wohnt. In die alten Worte haben sich neue Bedeutungen hineingeschoben, die eigentliche Aussageabsicht ist kaum noch erkennbar, aus Selbst-Verständlichem wird Miss- Verständliches. Wenn man die überlieferten, zu Worthülsen gewordenen Begriffe durch moderne ersetzt, werden sie verschwinden, wenn mit neuen Moden neue Wörter kommen. Klaus Mertes geht deshalb einen anderen Weg. Er erschließt die eigentliche Bedeutung von ca. 37 Schlüsselwörtern der Theologie und Spiritualität mit neuen Worten, oft mit Geschichten, die verständlich machen, worum es eigentlich geht.

Mertes, Klaus
KLAUS MERTES, Jesuit, ist Rektor des Kollegs St. Blasien im Schwarzwald, Lehrer für Religion und Latein und Redakteur der 'Stimmen der Zeit'. Davor war er Rektor des Canisiuskollegs in Berlin. Dort kam durch ihn 2010 der Missbrauchs- und Vertuschungsskandal ans Licht, der weite Kreise zog und inzwischen das Problembewusstsein in der Kirche und auch in der Gesellschaft weltweit verändert hat.
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