Ulm & Neu-Ulm

Kleine Stadtgeschichte

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Bayern im Buch-Rezension

Ulm und Neu-Ulm: zwei Städte oder doch eine Doppelstadt?
Aus der Höhe betrachtet oder zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad durchquert, hat man nicht das Gefühl, zwei Städte zu sehen bzw. unter die Füße zu nehmen, zwei selbstständige Gemeinwesen, das eine links und das andere rechts an der Donau gelegen, zwei Städte, die obendrein noch zu verschiedenen Bundesländern gehören, das links liegende Ulm zu Baden-Württemberg und das rechts sich erstreckende zu Bayern. Die Geschichte und zeitnahe Entwicklung des seit Jahrhunderten bestehenden Ulm und des seit 1811 als neue Gemeinde bestimmten Neu-Ulm zeichnet der Historiker und Kulturwissenschaftler Wolf-Henning Petershagen kompakt und kenntnisreich, unterhaltsam und leicht lesbar nach. Dabei greift er die wichtigsten historischen Ereignisse auf und verweist sowohl auf strukturelle Verschiedenheiten wie auf die Notwendigkeit zukunftsorientierter Zusammenarbeit. Ausgehend von den geologischen Gegebenheiten, der ersten durch Bandkeramik nachweisbaren Besiedlung vor ca. 7000 Jahren, den Grabhügeln und Viereckschanzen der Kelten über den Ausbau von Zivilisation und Kultur durch die Römer erläutert der Autor die Landnahme durch die Alamannen, die Herrschaft der Franken und Staufer, die kulturelle Blütezeit mit dem Bau des Münsters sowie die Umbruchszeit aufgrund der Reformation mit ihren weitreichenden religiösen und politischen Konflikten bzw. Nachwirkungen: u.a. Niedergang der Reichsstadt, starke Militärpräsenz, Teilung des Stadtgebiets durch Napoleon. Dass die Entwicklungen des 19. Jh. (u.a. Industrialisierung, Bevölkerungszuwachs) und die Katastrophen des 20. Jh. auch noch heute das Bild der beiden Städte prägen, wird ebenso deutlich wie das Bestreben nach gemeinsamen Projekten, z.B. Stadtentwicklungsverband Ulm/Neu-Ulm. - Sehr aufschlussreich! Vor allem regional sehr zu empfehlen!

Ulm und Neu-Ulm sind ein Stadtgebilde, durchzogen von der Donau, vereint in einem Festungsring des 19. Jahrhunderts. Aber dieses Gebilde liegt in zwei verschiedenen Bundesländern, es besteht heute aus zwei eigenständigen Städten. Das war nicht immer so: Das Territorium der Freien Reichsstadt Ulm fiel 1802 an Bayern und wurde 1810 geteilt. Das Gebiet rechts der Donau blieb bayerisch, das links davon wurde württembergisch. Als Ulm im 19. Jahrhundert über seine mittelalterlichen Grenzen hinauswuchs, wurde auch das bayerische Ufer systematisch besiedelt: Neu-Ulm entstand als eigene Gemeinde und wurde 1869 zur Stadt erhoben, die ebenfalls ihre eigene Geschichte schrieb. Dieser Band bietet eine Zusammenschau der Geschichte der beiden Städte. Er soll dazu beitragen, die Doppelstadt, ihre Struktur, ihre Merkmale und vielleicht auch die Mentalität ihrer Bewohner zu begreifen.

Petershagen, Wolf-Henning
Wolf-Henning Petershagen, ist in Ulm geboren und in Neu-Ulm aufgewachsen. Er ist gelernter Historiker, promovierter Kulturwissenschaftler, Autor und Journalist.
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