München 68

Traumstadt in Bewegung

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Bayern im Buch-Rezension

Aufbruchsstimmung, positive und negative Folgen des „Schicksalsjahres 1968“.
Als Lokalreporter hat der Autor (Jahrgang 1928) die Ereignisse der letzten 70 Jahren in München nicht nur erlebt, sondern als Chronist in all seinen Zeitungsartikeln auch festgehalten. Aus diesem enormen Fundus kann er als Zeitzeuge nun in diesem ebenso faktenreichen wie lebendig geschriebenen Buch reichlich schöpfen. Ein authentisches Resümee des „Schicksalsjahres 1968“, wie er es nennt, liegt hiermit vor, in dem er all die Geschehnisse dieses Jahres weder verklärt noch verteufelt, sondern mit journalistischer Objektivität nüchtern und doch engagiert darstellt: Vom Aufbegehren der Studenten gegen verkrustete Strukturen in der Gesellschaft und in der Universität, aber auch in der Münchner Kunstakademie, über Demonstrationen bis zu Sit-ins, Happening- und Sponti-Aktionen reicht die bunte Palette der von ihm vor 50 Jahren aufgezeichneten Vorfälle in diesem Rückblick. Vor allem jedoch geht Stankiewitz den Ursachen dieser Revolte nach. Aber nicht nur auf das politische Geschehen, wie er es als Journalist erlebt hat, blickt der Autor hier zurück, sondern er zeigt auch das Entstehen der Subkultur im Theaterbereich (v.a. durch Rainer Werner Fassbinders „antiteater“), im Film, in den Medien und in der Mode, das Erstarken der Frauenemanzipation und auch Reformbestrebungen in den Kirchen auf. Eine eindrucksvolle Dokumentation nicht nur der Münchner Ereignisse vor 50 Jahren liegt hiermit vor, sondern gleichermaßen auch eine ebenso objektive wie spannende historische Quelle über die Ideale, die gewaltige Aufbruchsstimmung und auch über manch negative Folgen der 68er Revolution.

Der Zeitungskorrespondent Karl Stankiewitz erlebte hautnah, wie protestierende Studenten Veränderungen in Politik und Kultur, in Schulen und Universitäten, in den Medien und der Kirche erzwangen. Beeindruckt und geprägt von den Vorgängen und Erlebnissen jener Tage hat Karl Stankiewitz seine in diesem Schicksalsjahr entstandenen Recherchen für das vorliegende Buch zusammengetragen. Dem Leser bietet sich die einmalige Möglichkeit, die damaligen Ereignisse aus erster Hand und unverfälscht nachzuvollziehen.

Beinahe täglich marschierten unzufriedene Studenten durch die Straßen, demonstrierend und Unruhe stiftend, besetzten den Hauptbahnhof, stürmten das Springer-Gebäude und gingen mit dem "Establishment" auf Konfrontationskurs. Aber es brodelte nicht nur an den Universitäten. Auch in den Parteien, im Theater, bei den Medien, in Kirche und Schulen ging es drunter und drüber. "Macht kaputt, was euch kaputt macht", schallte es durch die Straßen des Münchner Universitätsviertels, Transpar
ente wurden geschwenkt, als plötzlich der erste Stein flog ...

Zusammen mit vielen Bilddokumenten, die der Autor aus zahlreichen Archiven zutage förderte, entstand ein breites Panoptikum jener Zeit, die bis in die unsere nachwirkt.

Stankiewitz, Karl
Der Journalist Karl Stankiewitz begann seine Karriere bei der Süddeutschen Zeitung und schrieb danach unter anderem für die Abendzeitung und den Stern. Über fünf Jahrzehnte lang war er München-Korrespondent weiterer Zeitungen sowie Mitarbeiter verschiedener Rundfunksender. Die Ereignisse des Jahres 1968 erlebte er hautnah in München.
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