Georg Michael Wittmann

Bischof, Seelsorger und Reformer

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Bayern im Buch-Rezension

Ein bedeutender Regensburger Kirchenmann im frühen 19. Jh.
Dieses Bändchen fällt aus dem bisherigen Rahmen der bewährten Reihe „kleine bayerische Biographien“. Der bekannte Journalist und Historiker Martin Lohmann schrieb keine Biographie im üblichen Sinn, sondern einen Essay, in welchem er die tiefe Frömmigkeit, den vorbildlichen Glaubenseifer, die soziale Haltung und die große Gelehrsamkeit des aus der Oberpfalz stammenden Kirchenmannes darstellt. Der Reformer Wittmann spielt entgegen der Angabe im Untertitel kaum eine Rolle. Der Leser würde gern mehr über die Vita erfahren, nicht zuletzt über das Verhältnis zu dem berühmteren Johann Michael Sailer. Wittmann diente Sailer als Pfarrer, Regens und Weihbischof. Er sollte diesem als Bischof nachfolgen, starb aber noch vor seiner Anerkennung durch Rom im Jahre 1833. Wittmann wird in der Oberpfalz auch in der Gegenwart verehrt, seit 1955 läuft ein Seligsprechungsprozess. Bischof Vorderholzer schrieb ein Geleitwort. Lohmann kommt in seinem Text immer wieder auf aktuelle kirchliche Probleme. Er erweckt den Eindruck, die kirchenpolitischen Positionen Wittmanns zu begrüßen, seine strikte Ablehnung der Mischehe, seine kompromisslose Verteidigung des Zölibats und seinen Kampf gegen die Aufklärung. Das alles war sicher wichtig, als Wittmann lebte. Heute wird man Manches eher in Frage stellen. Nur für kritische Leser.

Er war fromm, weltoffen und den Menschen zugewandt. Nicht nur für Regensburg, wo er als Bischof im Ruf der Heiligkeit starb, wurde der Oberpfälzer Georg Michael Wittmann (1760-1833) zu einer außergewöhnlichen Gestalt, die in Zeiten weltlicher und auch kirchlicher Irritation Orientierung vermitteln konnte und der Kirche ein glaubwürdiges Gesicht gab. Wittmann, dessen heroischer Tugendgrad auf dem Weg zum Seligsprechungsverfahren nun anerkannt wurde, ist noch heute für viele Suchende eine Persönlichkeit, die Mut, Hoffnung und Weitblick für einen stark machenden Glauben aufzeigen kann. Der bekannte Publizist Martin Lohmann zeichnet das Leben eines Reformers, Gotteszeugen und Seelsorgers nach, der sich als demütiger Apostel und Wegweiser für eine Kirche der Wahrheit verstand.

Lohmann, Martin
Martin Lohmann, geb. 1957, Theologe, Historiker und Journalist, ist Verfasser mehrerer Bücher zu Kirche, Gesellschaft und Politik; außerdem ist er als freier Autor für Zeitungen und das Fernsehen tätig.
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