Ein Jude und ein Jesuit

Im Gespräch über Religion in turbulenter Zeit. Mit Geleitworten von Kurt Kardinal Koch und Rabbiner David Rosen

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Ein tief gehender christlich-jüdischer Dialog.
Vor 50 Jahren hat das kirchliche Dokument "Nostra aetate" die christlich-jüdische Beziehung auf eine neue Grundlage gestellt. Aus Anlass dieses Jubiläums reflektieren die beiden Autoren in diesem intensiven Gespräch ihre religiösen Sichtweisen, die zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden auch aktuelle politische und gesellschaftliche Bezüge ins Spiel bringen. Sie diskutieren über den Glauben in der heutigen säkularen Gesellschaft, über Schöpfung, Offenbarung und Erlösung, über Gott, die Heiligung von Raum und Zeit und über die Geschichte und Gegenwart des jüdisch-christlichen Dialogs. Jedes Kapitel endet mit einer gemeinsamen Betrachtung der entscheidenden Punkte und mit ausgewählten kommentierten Texten aus beiden Religionen. Den Schluss bildet ein vorsichtiger Blick auf den Islam als dritte Buchreligion. - Für interessierte Leser ein ungemein anregender und weiterführender Dialog. Vielen Büchereien empfohlen!

Das Zweite Vatikanische Konzil hat vor 50 Jahren das Verhältnis der katholischen Kirche zum Judentum theologisch neu bestimmt: Dialog ist nötig, um den Anderen und im Anderen sich selber zu verstehen. Michel Bollag und Christian Rutishauser nehmen als Jude und als Christ diesen Auftrag zum Dialog ernst. In ihrem intensiven Gespräch geht es einerseits um klassische, bis heute wirkende Fragen wie Alter Bund und Neuer Bund, Gottesverständnis und Offenbarung. Andererseits greifen sie aktuelle, politisch höchst brisante Probleme auf wie Evangelisierung und Judenmission, Landverheißung und Staat Israel, Dialog mit dem Islam und mit der postsäkularen Gesellschaft. Ein spannender, inspirierender und orientierender Gegenpol zu einer unübersichtlichen und auseinanderdriftenden Welt.

Lic. phil. Michel Bollag ist Fachreferent Judentum und Co-Leiter des Zürcher Lehrhauses. Dr. Christian Rutishauser SJ ist Provinzial der Schweizer Jesuiten. Bis vor kurzem leitete er die Bildungsarbeit im Lassalle-Haus Bad Schönbrunn, wo er auch weiterhin als Referent und Kursleiter aktiv ist. Der interreligiöse Dialog ist ihm als Theologe, Publizist und Referent ein wichtiges Anliegen. Er lebt in Zürich.
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