Die Große Gaudi

Geschichte und Geschichten zum Münchner Fasching

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Bayern im Buch-Rezension

Viel Wissenswertes über den Fasching in der Kunststadt München – von gestern bis heute.
Ein Buch über den Münchner Fasching – längst war es fällig. In Resten ist ja noch heute etwas vorhanden von den ehemals rauschenden Festen, die, „maschkriert“ oder in Schwarzweiß, in die Gaudi-Hochburgen der bayerischen Landeshauptstadt lockten: 2016 gab es, so stellt der Münchner Journalist Stankiewitz fest, immerhin „noch 36 Vereine, Gruppen und Grüppchen“, die „belustigende Veranstaltungen für den Faschingskalender“ angekündigt haben. Man darf dem fleißigen Notizenmacher, der bereits auf die 90 zugeht, jede Zahl, jede noch so beifällige Bemerkung, jedes Detail aus der mit genügend Prominenz aus Politik, Sport, Wirtschaft, Kultur und (ja, gelegentlich auch) Kirche bevölkerten Münchner Faschings-Geschichte glauben. Dafür hat „Stanki“, wie der Chronist liebevoll in Kollegenkreisen heißt, jede Menge Lokal- und Regional-Literatur – bis hinauf in die Höhen eines Thomas Mann oder Erich Mühsam – gewälzt und ausgewertet. Was bisher nur bruchstückhaft vorhanden und schwer aufzufinden war, ist jetzt in einem Buch leicht lesbar und mit einem dem Thema geschuldeten Augenzwinkern rezipierbar, das nicht zuletzt seines ausgesuchten, in den laufenden Text sinnvoll integrierten Bildmaterials wegen eine Riesenfreude ist und allen Büchereien in und im weiten Umkreis von München guten Gewissens zur Anschaffung empfohlen werden kann.

Der Münchner Fasching - ist er nur noch Historie oder immer noch vitale Gegenwart? Uralt und faszinierend ist er allemal, und "gefeiert" wird er immer noch. Seinen vielfältigen Ausprägungen und Wandlungen spürt Karl Stankiewitz in diesem Buch nach: von den Tanzfesten des 14. Jahrhundert, den immer wieder inszenierten "Bauernhochzeiten" und den "Maskierten Akademien" des Hofes bis zu den neuerlich auflebenden Redouten der Gegenwart. Es ist die erste umfassende Darstellung des Faschings in München. Dieser wird hier als eine "große Gaudi" dargestellt - und darüber hinaus als ein Stück Volkskultur im Spiegel gesellschaftlicher, politischer, religiöser, wirtschaftlicher Verhältnisse. Als eine Tradition, die allenfalls unterbrochen wurde durch Verbote, Seuchen und Kriege. Der Journalist und München-Buch-Autor Stankiewitz, Jahrgang 1928, schöpft dabei wesentlich aus noch kaum berührten Dokumenten des Stadtarchivs und privater Archive, aber auch aus eigenen beruflichen und private Erfahru
ngen aus der oft hemmungslosen Ballsaison der Nachkriegsjahre.

Karl Stankiewitz, geb. 1928, wohnt abwechselnd in München und im Tiroler Rettenschöß. Seit 1950 ist er als Reisejournalist unterwegs und schreibt u. a. für die "Süddeutsche Zeitung", die "Frankfurter Rundschau" und die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" oder arbeitet für Rundfunk und Fernsehen.
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