Baikal-Amur

Ein Reisebericht. Ausgezeichnet mit dem ITB BuchAward; Reisereportagen 2019

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Fesselnder Reisebericht über eine 4000 Kilometer weite Bahnfahrt durch das östliche Russland.
Jeder kennt die Transsibirische Eisenbahn, doch nur wenige die Baikal-Amur-Magistrale. Dabei gilt diese Eisenbahnlinie als das bedeutendste Projekt seiner Art im 20. Jh.: Die Strecke geht über fast 4300 Kilometer und drei Zeitzonen hinweg vom zentralasiatischen Taischet bis zum Indischen Ozean in Höhe der Insel Sachalin. Olivier Rolin hat das Abenteuer begangen und ist diese Strecke im Herzen Russlands gereist. Seine Erlebnisse und Eindrücke, seine Begegnungen mit der Geschichte und Kultur, mit Menschen und einer faszinierenden Natur beschreibt er in seinem Reisebericht (schön übersetzt ins Deutsche von Holger Fock und Sabine Müller) auf ebenso bunte wie interessante und fesselnde Art. - Das richtige Lesefutter für alle Fans von Reiseberichten und Russlands jenseits des Ural.

Sie ist das bedeutendste Eisenbahnbauwerk des 20. Jahrhunderts: 4.287 Kilometer Schienenweg, 2.230 Brücken, 212 Bahnstationen, 3 Zeitzonen ... Die Baikal-Amur-Magistrale verläuft nördlich der Transsibirischen Eisenbahn zwischen Taischet und dem Pazifischen Ozean. Geplant zur Erschließung Sibiriens, wurde sie in den 1920er-Jahren zu einem Monument des stalinistischen Terrors, für das Hunderttausende von Zwangsarbeitern ihr Leben ließen. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Streckenteile rückgebaut, da Schienen und Schwellen für andere Eisenbahnlinien gebraucht wurden, um die Versorgung der Roten Armee zu gewährleisten. Später dann wurde die Fertigstellung der Eisenbahnlinie von der sowjetischen Propaganda als nationales Pionierprojekt verklärt, für das jeder Bürger, jeder Betrieb seinen Beitrag zu leisten hatte ...
Olivier Rolin unternimmt auf der Baikal-Amur-Magistrale eine Reise ins Herz von Russland. Eindringlich, mit großer Anteilnahme, aber auch mit feiner Ironie erzählt er v
on der überwältigenden Natur in diesem Teil der Erde, von halb verlassenen Städten und von Menschen, die von der Geschichte vergessen wurden. Denn in der unendlichen Weite des Landes verliert sich alles, der einstige Traum von einer gerechteren Welt ebenso wie die Hoffnung auf morgen.

Rolin, Olivier
Olivier Rolin wird 1947 in Boulogne-Billancourt geboren. Die Kindheit verbringt er im Senegal, nach seinem Schulabschluss studiert er in Paris Literatur und Philosophie. 1967 tritt er der »Kommunistischen Jugend« Frankreichs bei, ein Jahr später wird er Mitglied des maoistisch orientierten »Neuen Volkswiderstands« und beteiligt sich an militanten Aktionen. Als sich die Bewegung 1973 auflöst, geht er für längere Zeit in den Untergrund. 1978 wird er Lektor und später Herausgeber in einem Pariser Verlagshaus, 1983 kommt sein erster von zwölf Romanen heraus. Für »Port Sudan« wird er 1994 mit dem Prix Femina ausgezeichnet, für »Die Papiertiger von Paris« erhält er 2003 den Prix France Culture. Bei Liebeskind erschienen bislang »Letzte Tage in Baku«, »Der Meteorologe« und »Meroe«.
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