Makarionissi oder Die Insel der Seligen

Roman. Ausgezeichnet mit dem Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag 2015

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Die Geschichte von Eleni, Lefti und ihren Familien, von Liebe, Leid und Lebensglück - und der Rolle, die die Familie dabei spielt.
Das "Aspasía-Sunshine-Beach-Paradise-Hotel" befindet sich auf der (fiktiven) Ägäis-Insel Makarionissi. Hierher entführt Vea Kaiser die Leser/innen ihres Großfamilienromans um Eleni und ihren Cousin Lefti. So üppig, wie sich der Name des Hotels anhört, ist auch der Roman. Er zieht seine Fäden von einem Bergdorf an der griechisch-albanischen Grenze, wo Eleni und Lefti aufwachsen, nach Deutschland, nach Österreich und in die USA - und von dort nach Makarionissi. Wie es dazu kam, dass Eleni mit ihrem Mann ein Hotel auf Makarionissi baut, warum sie keinen Kontakt mehr zu ihrem Cousin Lefti hat, mit dem sie verheiratet war, welche Rolle der deutsche Schlagersänger Otto dabei spielt und was St. Pölten mit all dem zu tun hat - das alles und noch viel mehr erzählt Kaiser mitreißend, farbig und mit viel Witz. Ihr Roman ist in "Gesänge" nach Art einer griechischen Heldensage eingeteilt, von denen jeder eine Kurzinhaltsangabe als Vorspann erhält ("VII. Gesang. In dem die Zeit wie im Flug vergeht, Held und Heldin sehr stolz auf ihre Prinzen sind, welche wachsen und gedeihen, Abenteuer erleben, gegen Bestien kämpfen, erwachsen werden und schließlich lernen, dass in einem Königreich immer nur einer die Prinzessin bekommt."). Der Roman erzählt von der Sehnsucht nach einem glücklichen Leben - und den Hindernissen, die sich davor auftürmen. Und er beleuchtet die Rolle der Familie, der wir alle unlösbar verbunden sind, die im Roman zunächst wie ein Gefängnis erscheint, sich letztlich aber als tragende und bergende Struktur, vielleicht sogar als (eine) Grundlage für ein glückliches Leben erweist. Sehr lesenswert!
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"Frau und Mutter" 
Mitgliederzeitschrift der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)
Düsseldorf
Was Großmutter Maria sagt, zählt in ihrer Familie, die in einem griechischen Bergdorf lebt: Ihre Enkel Eleni und Lefti, Cousin und Cousine, sollen heiraten. Als sie das 1956 entscheidet, sind die beiden noch Kinder. Doch schon so früh nimmt das Drama um Eleni und Lefti seinen Lauf. Es erstreckt sich über Jahrzehnte und ist gleichwohl kurzweilig zu verfolgen. Der Weg der unfreiwilligen Eheleute ist von Leidenschaft bestimmt, wenn auch nicht füreinander. Ausgerechnet in Niedersachsen, wo sie als Gastarbeiter landen, schlagen ihre Herzen höher. Für revolutionäre Politik und die deutsche Kultur. Und für Otto und Trudi. Trotzdem finden weder Eleni noch Lefti ihr Glück in Deutschland. Kinder, Enkelkinder, eigene Betriebe – getrennt voneinander durchlaufen sie spannende Lebensstationen, bevor sie sich im Alter auf der fiktiven Insel Makarionissi wiedersehen. Die Autorin erzählt ihre Familiensaga mit so viel Humor, dass bei allen Schicksalsschlägen, die ihre Charaktere erleben, immer auch Hoffnung mitschwingt. SANDRA GERKE

Ist es leichter glücklich oder unglücklich zu sein?

Von Griechenland bis Niedersachsen, von den Fünfzigerjahren bis in die Gegenwart: In ihrem neuen Roman erzählt Vea Kaiser in ihrem einzigartigen Ton von der Glückssuche einer Familie und deren folgenreichen Katastrophen, von Möchtegern-Helden und Herzensbrechern. Und von der großen Liebe, die man mehrmals trifft. In einer niedersächsischen Kleinstadt wird die Erotik der deutschen Sprache entdeckt. In der österreichischen Provinz sehnt sich ein skurriler Schlagerstar nach einer Frau, die er vor 40 Jahren verlor. In einer Schweizer Metropole macht ein liebeskranker Koch dank pürierter Ameisen Karriere. Und auf einer griechischen Insel sucht ein arbeitsloser Gewerkschafter verzweifelt seinen Ehering, um dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Doch alles beginnt in einem vom Krieg entzweiten Dorf an der albanisch-griechischen Grenze. Mit einer Großmutter und Kupplerin par excellence, die keine Intrige scheut, um den Fortbestand ihrer F
amilie zu sichern. Und mit der klugen, sturen, streitbaren Eleni und ihrem Cousin Lefti, der sich nichts sehnlicher wünscht als Frieden. Als Kinder unzertrennlich, entzweien sich die beiden umso stärker als Erwachsene. Und kommen doch nie voneinander los. Mit hinreißender Tragikomik, einem liebevollen Blick für Details und furioser Fabulierlust folgt Vea Kaiser der Geschichte einer unvergesslichen Familie, die auseinandergerissen werden musste, um zusammenzufinden. Ein Roman über das Aushalten von Sehnsucht und Einsamkeit, über Neuanfänge, Sandburgen für die Ewigkeit und die Schönheit des Lebens als Postkartenmotiv.

Kaiser, Vea
Vea Kaiser wurde 1988 geboren und lebt in Wien, wo sie Altgriechisch, Latein und Germanistik studierte. Mit 23 Jahren veröffentlichte sie ihren Debütroman »Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam«, der ebenso wie ihr Zweitling »Makarionissi oder Die Insel der Seligen« zum Bestseller avancierte und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. »Rückwärtswalzer« ist ihr dritter Roman.

"Da ist Vea Kaiser ganz nah bei den Wahrheiten der alten Mythen." Die Rheinpfalz 20151023
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