Kein Tod auf Golgatha

Auf der Suche nach dem überlebenden Jesus

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Johannes Fried präsentiert in seinem Buch die These, Jesus habe die Kreuzigung überlebt.
Die Suche nach dem historischen Jesus hat besonders die Philosophen der Aufklärungszeit auf den Plan gerufen. Doch schon viel älter sind die zahlreichen Legenden, die sich um die Person Jesu ranken: Er habe die Kreuzigung überlebt, die Jünger hätten ihm dabei geholfen und behauptet, er sei auferstanden. Johannes Fried jedenfalls greift in seinem neuen Buch "Kein Tod auf Golgatha" jene Legenden auf und macht sie wieder salonfähig. Zumindest stützt sich seine ganze Studie auf den Gedanken, Jesus habe als Untergrundkämpfer die Kreuzigung überlebt und sei durch die Hilfe weiß gekleideter Männer (die in den Evangelien zu Engeln wurden) aus dem Grab geflohen. Soweit die grundsätzliche These, die Fried in seinem Buch verhandelt. Da Johannes Fried Professor für mittelalterliche Geschichte war, hat das Buch vor allem theologische Schwächen. Dies beginnt mit der Frage nach dem leeren Grab, die theologischerseits immer noch hochumstritten ist, und führt zu einer beinahe naiven Bibellektüre, die jeder wissenschaftlichen Exegese entbehrt. Gewicht erhält Frieds These alleine dadurch, dass er Bibelstellen wahllos auswählt oder ausklammert, je nachdem, ob sie ihm für sein Thema günstig scheinen oder nicht. Im Großen und Ganzen bleibt festzustellen: Die hochspekulative These von Fried lässt sich nicht bestätigen, aber auch nicht widerlegen. Wissenschaftlich bewegt sich Fried auf dünnem Eis, was dazu führt, dass seine Thesen im Letzten nur Behauptungen bleiben. - Nur da, wo Interesse an aktuellen theologischen oder (kirchen-)historischen Debatten besteht.

Was wissen wir zuverlässig über Jesus? Dass er gelebt hat und um das Jahr 30 gekreuzigt wurde, gilt als Minimalkonsens. Der renommierte Historiker Johannes Fried geht noch einen Schritt weiter: Medizinische Erkenntnisse legen nahe, dass Jesus die Kreuzigung überlebt hat. Von hier aus begibt sich Fried auf eine höchst spannende Spurensuche nach dem überlebenden Jesus, die von den Evangelien über Fragmente "häretischer" Schriften bis zum Koran führt.
Folgt man dem nüchternen Kreuzigungsbericht des Johannes, erlitt Jesus bei der Folterung eine Lungenverletzung und fiel am Kreuz in eine todesähnliche Kohlendioxidnarkose. Nur eine gezielte Punktion kann das Leben retten, und genau dafür sorgte der Lanzenstich eines römischen Kriegsknechts. Jesus wurde ungewöhnlich früh vom Kreuz abgenommen, ins Grab gelegt und bald darauf lebend gesehen. Johannes Fried beschreibt, wie sich in der Folge im Römischen Reich die Theologie vom auferstandenen Gottessohn verbreitete, während Jesus in Ostsyrie
n als Mensch und Gesandter Gottes verehrt wurde. Diese Lehre wurde verketzert und ist nur noch in Fragmenten greifbar, aber gerade hier könnten sich Spuren von Jesu weiterem Wirken außerhalb des Zugriffs der römischen Staatsgewalt finden, die bis zur Frühgeschichte des Islams führen.

Johannes Fried ist Professor em. für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Frankfurt und wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Historikerpreis (1995) und dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa (2006).

"Auch für Leser, die nicht in theologischen Dingen bewandert sind, ist diese Spurensuche ein ausgesprochen faszinierendes Unternehmen."
Nord-West-Zeitung

"Johannes Fried bringt mit diesem Werk nicht nur die Absurditäten des tradierten Christentums final ins Wanken, sondern leistet auch einen unschätzbaren Beitrag zur Versöhnung des Westens mit dem Islam. Für beides kann man ihm nur dankbar sein."
SWR2, Konstantin Sakkas

"Johannes Fried (...) gehört zu den herausragenden Kennern des frühen und hohen Mittelalters (....) lesenswert."
Nürnberger Zeitung, Raimund Kirch

"Auch für Leser, die nicht in theologischen Dingen bewandert sind, ist diese Spurensuche ein ausgesprochen faszinierendes Unternehmen."
dpa

"Johannes Fried verficht eine denkbar radikale These zur christlichen Theologiegeschichte."
Peter Gemeinhardt

"Johannes Fried ist einer unserer wortmächtigsten Historiker."
Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung

"Empfehlenswert!"
Magdeburger News, Uta Luise Zimmermann-Krause
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