Henry persönlich

Roman

  • Sofort lieferbar
24,00 €
buchprofile-Rezension
buchprofile-Rezension

Ein Jahr im Leben eines 75-jährigen Amerikaners.
Was treibt einen Mann mit Mitte 70 um? Mit genauer Beobachtungsgabe beschreibt ONan ein Jahr im Leben seines Protagonisten Henry Maxwell. Nach "Emily, allein" (BP/mp 12/389) widmet er nun ihrem Ehemann ein ganzes Buch. Der rüstige Rentner werkelt gerne in Haus und Garten. Jeden Sonntag geht das Ehepaar gemeinsam in die Kirche und nimmt nach Kräften noch am Gemeindeleben teil. Sie feiern Ostern, den US-amerikanischen Unabhängigkeitstag, das Erntedankfest und Weihnachten. Den Sommer verbringt die Familie mit Kindern und Enkeln in ihrem Sommerhaus in Chautauqua, in der Nähe der kanadischen Grenze. Henry erinnert sich oft an seine Kindheit, an den Krieg und die erste Liebe. Sein Leben mit Emily läuft in ruhigen Bahnen, manchmal vermisst er die ungestümen Gefühle der Jugend. Doch trotz der Einschränkungen, die das Alter mit sich bringt, ist er zufrieden mit seinem Leben. Als sein Hausarzt stirbt, beginnt er sich zu fragen, was von ihm bleibt und woran man sich später erinnern wird. - ONan ist ein Meister der Darstellung des Alltäglichen, sein Erzählton ist leise und mitunter humorvoll. Für Leser, die einen ruhigen Erzählfluss schätzen.

Stewart O'Nan zeigt sich als ein Meister darin, das Leben eines gar nicht so besonderen Mannes und Ehemannes auf eine zärtliche, einfühlsame Weise zu beschreiben.
Seit fast fünfzig Jahren ist Henry Maxwell verheiratet - mit Emily, die wir schon aus O'Nans hinreißendem Bestseller "Emily, allein" kennen. Da ist sie achtzig und schon Jahre verwitwet, führt in ihrem schönen, überschaubaren Routine-Universum ein ziemlich gleichförmiges Leben, allein mit Rufus, ihrem Hund. Nun hat O'Nan die Zeit zurückgedreht und Henry, dem Ehemann, ein eigenes Buch gewidmet, vielmehr ihm und Emily als Ehepaar.
Die beiden leben in Pittsburgh, und ihre Kinder und Enkel sind weit entfernt. Emily kocht, und Henry macht den Abwasch, sie hält die Kontakte zu Nachbarn und Familie, und wenn sie ihm davon erzählt, hört er ihr immer gerne zu. Er steht an seiner Werkbank und repariert, was im Haus kaputt geht, trifft sich mit Freunden zum Golfen, engagiert sich im Kirchenvorstand und lädt - zu besonderen Anlässen
- Emily zu Restaurantbesuchen ein. Ein mit viel Puderzucker bestreuter Zitronenkuchen macht ihn glücklich, erfüllt ihn mit Wohlwollen gegenüber der ganzen Welt.
"Henry persönlich" ist das Porträt eines liebenswert-verschrobenen Mannes, der am Ende seines Lebens erkennt, dass das Alter nicht etwa eine Sackgasse, sondern voller Überraschungen ist.

O'Nan, Stewart
Stewart O'Nan wurde 1961 in Pittsburgh/Pennsylvania geboren und wuchs in Boston auf. Bevor er Schriftsteller wurde, arbeitete er als Flugzeugingenieur und studierte an der Cornell University Literaturwissenschaft. Für seinen Erstlingsroman «Engel im Schnee» erhielt er 1993 den William-Faulkner-Preis. Er veröffentlichte zahlreiche von der Kritik gefeierte Romane, darunter «Emily, allein» und «Die Chance», und eroberte sich eine große Leserschaft. Stewart O'Nan lebt in Pittsburgh.

Gunkel, Thomas
Thomas Gunkel, geboren 1956, übersetzt seit 1991 Werke u.a. von Stewart O'Nan, John Cheever, William Trevor und Richard Yates. Er lebt in Schwalmstadt/Nordhessen.

Dass "Henry persönlich" zu einem weiteren Glanzstück in einer inzwischen wahrlich beeindruckenden Schriftsteller-Karriere gerät, ist Stewart O'Nans fabelhaften Kunst geschuldet, vermeintlich Gewöhnliches in einen ungewöhnlich guten Rahmen zu setzen. Torben Rosenbohm SonntagsZeitung Oldenburg 20191102
Mehr von Stewart O'Nan

Roman
ROWOHLT TB.
Kartoniert/Broschiert
  • Sofort lieferbar
12,00 €

Roman. Deutsche Erstausgabe
ROWOHLT TB.
Kartoniert/Broschiert
  • Sofort lieferbar
16,00 €

Roman
ROWOHLT, REINBEK
Gebunden
  • Sofort lieferbar
20,00 €
  • Das könnte Sie auch interessieren
C:\Internet\bonifatius\web\www_media\