Elektrische Fische

Ausgezeichnet mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2020. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2020, Kategorie Jugendbuch

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Ein neues Meisterwerk der Autorin. Es erzählt von Heimweh und wie es riecht.
Die 13-jährige Emma zieht mit ihrer jüngeren Schwester Aoife und ihrem älteren Bruder Dara sowie deren deutscher Mutter von Irland nach Deutschland. Zeit ihres Lebens haben sie in Dublin gelebt, aber nach der Trennung der Eltern sieht die Mutter für sich und ihre Kinder keine Zukunft mehr dort. Die Familie quartiert sich bei den deutschen Großeltern ein, die in Velgow, einem trostlosen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, wohnen, unweit der Ostseeküste. Der deutsche Alltag beginnt. Dabei spielen etwaige Sprachhindernisse die geringste Rolle. Vielmehr sind es die unterschiedlichen Herangehensweisen aller Beteiligter: der gutaussehende Dara findet über die Damenwelt schnell Anschluss. Emma gibt sich den neuen Lebensumständen nur mäßig hin und plant im Geheimen ihre "Flucht" zurück nach Irland. Aoife stellt nach unglücklichen Vorfällen in der Schule das Reden ein und tritt in eine Art Streik. "Alles, was ich weiß ist, dass Aoife nichts sagt. Und dass ihr jemand dabei zuhört." Alle erkennen, dass "Heimweh etwas sehr Einsames" ist. Jeder ist mit seiner persönlichen Lage allein und erhält kaum Unterstützung durch den anderen. Emmas Routine wird durch Levin aufgebrochen. Ein einzelgängerischer Mitschüler, der seine eigene, schwierige Geschichte mitbringt. Sie geben einander Halt und Emma findet in ihm einen Verbündeten, der sie bei ihrem "Fluchtversuch" unterstützt. Einzelne Erzählstränge werden im Laufe der Geschichte verwoben und bilden am Schluss ein Ganzes. - Susan Kreller, die für ihren Jugendroman "Schneeriese" (BP/mp15/205) mit dem deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde, gelingt mit dem vorliegenden Text wieder ein großer Wurf. Sie stellt die Frage danach, was Heimat ausmacht und findet eindringliche Bilder für das Gefühl von Entfremdung und Entwurzelung. Dabei wirft sie auch einen Blick auf die kulturellen Unterschiede zweier europäischer Länder, die sich deutlicher voneinander unterscheiden, als vermutet. - Ein auch sprachlich herausragender Text, ein Muss für alle Büchereien!
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Regina Heinritz
Leitung Buchhandlung Michaelsbund
Sankt Michaelsbund
Emma muss aus familiären Gründen mit ihrer Mutter und den zwei Geschwistern von Dublin in die Provinz nach Mecklenburg-Vorpommern ziehen. Sie vermisst in der neuen Heimat alles: die Großeltern, Irland, ihre Sprache, die Freunde, einfach ihr altes Leben. Schon bald entwickelt Emma Fluchtpläne. Ob ihr neuer Klassenkamerad Levin ihr wirklich hilft, wieder nach Dublin zurückzukehren? Denn auf einmal will er gar nicht mehr, dass sie geht…
So berührend habe ich im Jugendbuch noch nie über das Thema Heimweh gelesen. Der Schreibstil von Susan Kreller haut einen förmlich um: Sie schreibt bildhaft, spielt mit der Sprache und lässt uns mitleiden, mitfiebern, mitfreuen - und in einer großartig erzählten Geschichte versinken.
 
Mitarbeiter-Foto
Bücherscout Leonie 
borro medien-Bücherscout
In dem Buch geht es um ein Mädchen namens Emma. Sie muss mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern von Irland (Dublin) nach Deutschland (Velgow) ziehen, in die Heimatstadt ihrer Mutter. Logischerweise ist Emma davon nicht begeistert. Auch ihre Schwester Aoife findet den Umzug gar nicht gut. In der Schule haben es Emma und Aoife nicht leicht. Ihr Bruder Dara dagegen findet sofort Anschluss und fühlt sich wohl. Klar, dass Emma so schnell wie möglich wieder nach Dublin will. Ein Klassenkamerad, Levin, will ihr helfen. Auch wenn er eigentlich gar nicht so wirklich will, dass sie geht. Levin arbeitet für Emma einen Plan aus und übt mit ihr bestimmte Szenarien für die Reise. Doch dann verschwindet Aoife und Emma möchte nicht mehr weg, sondern einfach nur ihre Schwester finden. Wie es ausgeht und was sonst noch so passiert, lest selbst …

Mir hat das Buch eigentlich gut gefallen, allerdings fand ich es an manchen Stellen zu vorhersehbar und manchmal auch langatmig. Aber grundsätzlich war es eine schöne Geschichte.
 

Heimweh und erste Liebe

Emma muss mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern von Dublin nach Mecklenburg-Vorpommern ziehen. Sie vermisst Irland, den Atlantik, die irischen Großeltern. Nicht mal die Ostsee kann sie trösten. Emma will nur eins: schleunigst nach Dublin zurückkehren. Levin aus ihrer neuen Klasse, der selbst große Sorgen hat, bietet ihr seine Hilfe an, scheint aber irgendwann gar nicht mehr zu wollen, dass sie wieder fortgeht. Und auch Emma beginnt allmählich an dem Fluchtplan zu zweifeln ...

Ein meisterlich erzählter Roman, für den die Autorin für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2020 nominiert und mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet worden ist.

Kreller, Susan
Susan Kreller, 1977 in Plauen geboren, studierte Germanistik und Anglistik und promovierte über deutsche Übersetzungen englischsprachiger Kinderlyrik. Sie lebt mit ihrer Familie in Bielefeld und arbeitet als freie Journalistin und Autorin. Susan Kreller ist Gewinnerin des Kranichsteiner Literaturstipendiums, wurde bereits dreimal für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und hat ihn 2015 für ihren Roman »Schneeriese« gewonnen.

"Unaufdringliche Poesie auf jeder Seite.", WDR Fernsehen, Antje Deistler, 08.05.2020
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