Die Zehnjahrespause

Roman

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Ina Winkler
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Sankt Michaelsbund
Die vier Freundinnen Amy, Jill, Roberta und Karen leben in New York, sind akademisch gebildet und haben alle den Beruf aufgegeben, um sich um die Kinder zu kümmern und Hausfrau und Mutter zu sein. Bei allen hat sich das Gefühl eingestellt, nicht mehr wirklich in der Welt verankert und vollkommen uninteressant für andere erwachsene Menschen geworden zu sein. Auch die Generation ihrer Mütter wird kurz skizziert, vor allem Amys Mutter Antonia, eine überzeugte Feministin, die nicht verstehen kann, dass ihre Tochter sich freiwillig für ein Dasein zwischen Küche und Kinderzimmer entschieden hat. Sehr unterhaltsam seziert Meg Wolitzer die Gefühlslage der Protagonistinnen und erzählt von den Schwierigkeiten, eine Frau zu sein, Familie und Beruf zu verbinden, einen eigenen Platz in der Welt – und das Glück zu finden.

In schöner Regelmäßigkeit kommen Amy, Roberta, Jill und Karen im "Golden Horn", ihrem Stammlokal und Zufluchtsort im hektischen New Yorker Alltag, zusammen. Alle sind sie Mütter, Anfang vierzig und jede von ihnen kann ein Lied davon singen, wie es ist, wenn sich die Rückkehr in den Beruf als schwieriger erweist als gedacht. Trotz der besten Ausbildung. Und so plagen Amy Geldsorgen, Jills Doktorarbeit liegt auf Eis, und Roberta, die früher mal Künstlerin war, begnügt sich mit Bastelnachmittagen in der Grundschule. Allein Karen geht gelegentlich zu Vorstellungsgesprächen, allerdings vor allem, um im Training zu bleiben. Doch während ihre Kinder mit jedem Tag selbstständiger werden, müssen die vier neue Perspektiven finden. Zum Glück haben sie einander. Und das "Golden Horn".

Meg Wolitzer widmet sich in diesem Roman der Frau in ihrer Rolle als Mutter - und vier Menschen, aus deren Leben nicht das geworden ist, was sie sich erhofft hatten. Gewohnt pointiert und unterhaltsam erzählt s
ie in 'Die Zehnjahrespause' von häuslichem Glück, Unglück und allem, was dazwischen liegt.

Meg Wolitzer, geboren 1959, veröffentlichte 1982 den ersten von zahlreichen preisgekrönten und erfolgreichen Romanen. Viele ihrer Bücher standen auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Bei DuMont erschienen die SPIEGEL-Bestseller 'Die Interessanten' (2014) und 'Das weibliche Prinzip' (2018) sowie 'Die Stellung' (2015), ihr Roman 'Die Ehefrau' (2016), der mit Glenn Close in der Hauptrolle verfilmt wurde, und zuletzt 'Die Zehnjahrespause' (2019). Michaela Grabinger arbeitet seit 1985 als Übersetzerin. Zu den von ihr übersetzten Autoren zählen u. a. P. D. James, Michael Crichton, Elif Shafak, Tan Twan Eng und Jeanette Winterson.

"Das ist mit das Beste an dem Roman, dass [Vollzeitmütter] wirklich ernst genommen werden, mit ihren Sorgen, mit ihren Überlegungen, aber auch mit ihrer Suche nach Erfüllung. [...] Vor allem aber ist Wolitzer eine sehr genaue Beobachterin. Sie hat einen wirklich scharfen Blick auf bedeutsame Kleinigkeiten [...]"
Sonja Hartl, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

"Ein empfehlenswerter Rückblick auf eine sehr nahe Vergangenheit und eine gesellschaftliche Entwicklung, die noch lange nicht zu Ende ist."
Renate Naber, WDR5 SCALA

"Erfreulicherweise gibt es kein Gut und Böse und keinen stereotypen Geschlechterantagonismus. Alle Figuren ringen damit, sich nach der Kinderpause neu erfinden zu müssen. Als Mann, als Frau, als Paar. Meg Wolitzer begleitet sie mit amüsierten Augenzwinkern."
Katja Lückert, NDR Kultur

"Auch wenn die Protagonistinnen in der City auf eher hohem Niveau leiden, liest man Wolitzers leichtfüßig erzähltes Buch mit Vergnügen, denn sie verurteilt nie und rührt immer wieder."
Meike S
chnitzler, BRIGITTE

"Meg Wolitzer seziert in ihrem neuen Roman 'Die Zehnjahrespause' [...] gewohnt scharfsinnig das Dilemma moderner Frauen mit Kindern."
Nina Berendonk, DONNA

"Stilistisch können Meg Wolitzer [...] nur wenige das Wasser reichen."
René Hartmann, TAZ

"Bissig und amüsant"
Saskia Aaro, FREUNDIN

"Wolitzer [kann] schreiben wie wenige"
Claudia Lehnen, KÖLNER STADTANZEIGER

"Die begnadete Erzählerin Wolitzer zeigt keine Lösung, kein Idealbild. Sie beschreibt sehr genau ein weibliches Generationengefühl im Dilemma zwischen Muttersein und der Sehnsucht nach einem erfüllenden Beruf - und unterhält dabei ausgezeichnet."
Katharina Erlenwein, NÜRNBERGER NACHRICHTEN

"Der Roman 'Die Zehnjahrespause' ist von entwaffnender Ehrlichkeit, die Figuren sind im Detail ausgearbeitet, ihr Weg unterhaltsam nachgezeichnet. Nichts ist rosarot, aber es ist auch nichts aussichtslos."
Tanja Ochs, HEILBRONNER STIMME

"Meg Wolitzer zeigt mit Ironie und Witz auf, wie Frauen geprägt sind von Er
wartungen und gesellschaftlichen Rollenmustern, aber auch den Leben ihrer Mütter. Dabei nimmt sie ihre Hauptfiguren [...] ernst und gesteht ihnen Zweifel sowie Selbstlügen zu."
BÜCHERMAGAZIN

"Wolitzers klarer Blick und die präzise, eingängige Sprache sind ein Genuss. Und das Thema [Elternzeit] leider nach wie vor für viele Familien aufwühlend."
Jörg Petzold, FLUXFM
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