Blackbird

Roman

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Roman um das Erwachsenwerden des sympathischen Morten Ende der 70er Jahre.
Was für eine wunderbare Reise! Eine Reise in die End-70er-Jahre, die auf der ersten Seite beginnt und auf der letzten noch lange nicht zu Ende ist, weil man als Leser weiterträumt und sich erinnert an Motte, um den es geht, aber auch - und vielleicht noch viel mehr - an sich selbst. Motte, der eigentlich Morten heißt und 16 Jahre alt ist, durchlebt, was viele Jungen in diesem Alter durchleben. Die Schule spielt eine große Rolle, die Freunde aber noch viel mehr und auch das erste Mädchen, das sich einem im Kopf festsetzt und das man wahrscheinlich nicht bekommen wird. Dann gibt es da aber auch noch den besten Freund, der auf einmal krank wird, so krank, dass man Angst davor haben muss, ihn ohne Haare auf dem Kopf in einem Klinikzimmer besuchen zu müssen. Matthias Brandt ist ein so warmherziger Erzähler, der seine Figuren liebt, und deswegen kann auch der Leser nicht anders, als mit Motte alles durchzufühlen, was ihm begegnet auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Es scheint, als hätte Brandt sich alle seine Erinnerungen an die eigene Jugend perfekt konserviert, denn er kann sie mit einer Leichtigkeit wiedergeben, die verblüffend lebendig und lebensnah ist. Seine Dialoge klingen, wie die eigenen sich angehört haben, damals auf dem Schulhof, im Park oder bei den Eltern zuhause. "Blackbird" ist ein trauriges Buch und ein lustiges Buch, bei dem die Tränen innerhalb von nur einer Buchseite von lautem Lachen abgelöst werden. Nie kitschig, gezwungen oder inszeniert, sondern so dermaßen echt und authentisch, dass das Lesen ein einziger bittersüßer Genuss ist, den man lange im Herzen spürt.
Empfohlen von

Mitarbeiter-Foto
Susanne  Steufmehl
Buchberatung
Sankt Michaelsbund
Durch einen Anruf gerät Morten „Motte“ Schumachers Leben völlig aus den Fugen. Sein allerbester Freund Bogi hat Krebs und ist nun also ein „Patient“, jemand, den man zwar im Krankenhaus besuchen kann, der aber nicht mehr „der Alte“ ist und den man nicht unnötig belasten sollte. Und gerade jetzt, wo sich seine Eltern trennen und er sich zum ersten Mal verliebt, hätte Motte seinen Vertrauten und Ratgeber so sehr gebraucht. Matthias Brandt, Schauspieler, Hörbuchsprecher und Kanzlersohn hat nach dem autobiographisch geprägten Erzählband „Raumpatrouille“ nun also seinen ersten Roman geschrieben, mit dem er seine Leser und Leserinnen in die späten 70er Jahre entführt. Ob etwas von seinem eigenen Leben auch in diesem Buch steckt, bleibt Spekulation, ist aber auch überhaupt nicht von Bedeutung. Wichtig ist, wie liebevoll, warmherzig und authentisch er seine Figuren beschreibt und so ein lebendiges Bild dieser Zeit und für die Generation 50plus ein verspätetes Jugendbuch erschafft. Ein großer Lesegenuss, bei dem man lachen und weinen muss.

Mit zwei Flaschen Amselfelder auf dem 10-Meter-Brett.

Als der 15-jährige Morten Schumacher, genannt Motte, einen Anruf bekommt, ist in seinem Leben nichts mehr, wie es einmal war. Sein bester Freund Bogi ist plötzlich sehr krank. Aber das ist nur eine der herzzerreißenden Explosionen dieses Jahres, die in Matthias Brandts Roman "Blackbird" Mottes Leben komplett auf den Kopf stellen.

Kurz danach fährt Jacqueline Schmiedebach vom Einstein Gymnasium auf einem Hollandrad an ihm vorbei, und die nächste Erschütterung nimmt ihren Lauf. Zwischen diesen beiden Polen, der Möglichkeit des Todes und der Möglichkeit der Liebe, spitzen sich die Ereignisse immer weiter zu, geraten außer Kontrolle und stellen Motte vor unbekannte, schmerzhafte Herausforderungen. Doch zum richtigen Zeitpunkt sind die richtigen Leute an Mottes Seite und tun genau das Richtige. Und er selbst schaut den Dingen mutig ins Gesicht, mit scharfem Blick und trockenem Witz.

Die Figuren dieses Ausnahmeromans wird man nich
t mehr vergessen, die Schornsteinfegerin Steffi, Elvis, den lebensklugen Bademeister mit den langen Koteletten, Neandertal-Klaus, und selbst den lustbetonten Sozialkundelehrer Meinhardt. Denn sie und all die anderen zeigen uns durch die Erzählkunst des Schriftstellers Matthias Brandt die Komik und die Tragik des Lebens, ihres Lebens in einer kleinen Stadt in den 70ern, aber auch unseres. Und wir können es sehen, ganz deutlich.

"Jung zu sein, bleibt immer gleich - so schmerzhaft, so unverständlich und so schön, weil alles zum ersten Mal passiert. 'Blackbird' ist ein wundervoller Roman." Eva Menasse

Brandt, Matthias
Matthias Brandt, geboren 1961 in Berlin, ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. Für seine Leistungen ist er vielfach ausgezeichnet worden. Als Autor debütierte Matthias Brandt 2016 mit seinem hochgelobten Erzählband »Raumpatrouille«.

"Was Blackbird so besonders macht, so klar, so unabweislich, so bewegend, dass man sich auf einer und derselben Seite kaputtlachen kann, um im nächsten Moment den Tränen nah zu sein, das sind die Sprache, das Gespür für Rhythmus, Szenen, Bilder und Proportion." Peter Körte FAS 20190818
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