Wir sind nicht wie Eidechsen

Roman

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Familiengeschichte mit viel italienischem Lokalkolorit, kunstvoll komponiert, in der die Frauen mit nur einem Elternteil aufwachsen.
Die Geschichte einer Familie über vier Generationen beginnt 2011 mit dem Tod des alten Zaro, eines begnadeten Fahrradmechanikers aus einem kleinen Ort in der Toskana. Zaro hatte 1948 während der Tour de France eine junge Französin geschwängert, die 10 Jahre später bei ihm auftaucht und ihm die gemeinsame Tochter Isabelle hinterlässt. Isabelles Leben wird dann bis ins Jahr 1964 zurückverfolgt: ihr Aufwachsen bei einem Vater, der sie nicht anerkennt, ihre Heirat mit Carlo, die Geburt der beiden Töchter, die sie verlässt, weil sie mit dem Mutter-Dasein nicht zurechtkommt und die Probleme der Töchter Marta und Cecilia, die ebenfalls mit nur einem Elternteil aufwachsen. Erst am Schluss erfährt der Leser den Grund für das schwierige Vater-Tochter-Verhältnis und für das Trauma von Isabelle und ihren Töchtern, immer nur ein Elternteil gehabt zu haben und die sich gewünscht hatten, verlorene Teile wie die Gliedmaßen der Eidechsen nachwachsen zu lassen. Trotz der problematischen familiären Beziehungen handelt es sich um eine warmherzige Geschichte, die lebensbejahend und liebevoll endet, mit wunderschönen Tiergeschichten zwischendrin. Für alle Büchereien gut geeignet. (Übers.: Viktoria von Schirach)

"Weißt du noch, wie ihr mich genannt habt, als ich noch klein war? Certola, Eidechslein. Ich glaubte, dass sie, wenn sie einen Schwanz verlieren auch alles Böse abwerfen. Jeder neue Schwanz, der nachwächst, ist eine neue Chance glücklich zu werden."

Alles beginnt mit einer Beerdigung. Der Familienpatriarch Zaro ist tot, und das toskanische Dorf Ponte a Emo trägt ihn zu Grabe. Nur seine Tochter Isabelle ist nicht gekommen, denn sie und Zaro verbindet eine Geschichte, deren Wurzeln so tief reichen, wie die Verletzungen, die daraus resultierten. Die Nacht, in der Isabelle gezeugt wurde, schien das Schicksal der Frauen in der Familie zu bestimmen - auch das von Isabelles beiden Töchtern, gerufen Eidechse und Kolibri, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Erzählt von unserer Zeit bis zu der Nacht, in der alles begann, nimmt diese Familiengeschichte von vier Generationen Gestalt an, in der es Liebe und Einsamkeit gibt, aber auch Tiergeschichten und Träume, die vererbt werden wie Sc
hätze.

Bianchi, Erika
Erika Bianchi, geboren 1975, lebt und arbeitet in Florenz, wo sie Alte Geschichte und Archäologie an der Universität lehrt. Ihr Roman "Wir sind nicht wie Eidechsen" wurde mit dem Premio RAI La giara ausgezeichnet und für weitere Literaturpreise nominiert.

Schirach, Viktoria von
Viktoria von Schirach, 1960 in München geboren, studierte Romanistik in Bari, Florenz und Rom. Sie ist Übersetzerin, Lektorin, Literaturscout sowie Herausgeberin der Reihe "Gialli tedeschi" bei Emons edizioni. Viktoria von Schirach lebt in Rom und München.
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