Wie ich Klavierspielen lernte

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Von Beziehungen, dem Klavierspielen und dem Berufsziel "Pianist" - eine Familien- und Beziehungsgeschichte.
Hanns-Josef Ortheil beschreibt in dem autobiografischen Roman seine Kindheit bis ins Erwachsenenalter als Stipendiat der angesehenen Franz-Liszt-Klavierschule in Rom. Der Roman wechselt regelmäßig die Perspektive zwischen seinen Erfahrungen und Beobachtungen als kleiner Junge bzw. als Heranwachsender und den rückblickenden Interpretationen und Analysen des 60-jährigen Autors. Ortheils spezifischer Erzählstil, in dem jedes noch so kleine Detail Erwähnung findet und seine Bedeutung hat, lässt den Roman zu einer spannenden Beziehungsstudie werden, in dessen Mittelpunkt der junge Ortheil steht. Mit dessen Augen und Emotionen lernt der Lesende die Welt des Klavierspiels und des zukünftigen Pianisten kennen. Als zunächst stummes Kind einer stummen Mutter bestimmt die Musik als eigene Sprache die Beziehung zwischen Mutter und Sohn in besonderer Weise. Aber auch der Vater wird in seiner ganz eigenen Rolle gewürdigt als Orientierungspunkt in einer oftmals verstörenden Welt. Ein einfühlsames Buch, das Musik- und Klavierbegeisterten besonders zu empfehlen ist.

Hanns-Josef Ortheil ist vier Jahre alt, als er zum ersten Mal Klavierunterricht bekommt. Angeleitet von seiner Mutter, macht er rasche Fortschritte und wird an eine russische Pianistin weitergereicht. Schon bald steht der Entschluss fest, Konzertpianist zu werden und auf den großen Bühnen der Welt zu brillieren. Für den jungen Klaviereleven bedeutet das ein jahrelanges Üben von meist vielen Stunden am Tag. Kurz nach dem Abitur erhält der Zwanzigjährige ein Stipendium in Rom, wo es völlig unerwartet zu einem Zusammenbruch kommt. Der große Traum ist geplatzt ...

In Wie ich Klavierspielen lernte erzählt Hanns-Josef Ortheil aus heutiger Sicht von den oft skurrilen Seiten des Pianistenlebens. Von ersten Klavierschulen, favorisierten Komponisten, frühem Vorspiel, exaltierten Klavierlehrern und großen Titanen auf den Bühnen von Salzburg und anderswo. Amüsant und packend führt er den Leser eine steile Leiter hinauf in den Pianistenhimmel, wo seit Vladimir Horowitz' Zeiten sowohl schwerst
e spezielle Psychosen als auch legendäre Triumphe zu erwarten sind.
Ein Buch nicht nur für Klavier- und Musikenthusiasten, das von den verborgenen, dämonischen Seiten manischen Übens und Spielens sowie der Geschichte des Virtuosentums kenntnisreich und detailliert erzählt.

Ortheil, Hanns-Josef
Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Sein literarisches Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. erhielt er 2002 den Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck. Seine Kindheit und Jugend war von der Vorbereitung auf ein Leben als Pianist geprägt.

"Ausgeruht und amüsant erzählt - nicht nur für Klassik-Fans."
stern 16.05.2019
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