Serpentinen

Roman

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Ein Vater versucht, mit seinem Sohn in seine eigene Vergangenheit zu reisen, um seine Identität zu finden.
Ein Vater reist mit seinem Sohn zu den Schauplätzen seiner Kindheit in die Alb. Nur vordergründig möchte er dem Jungen zeigen, wie er gelebt hat. Eigentlich geht es ihm darum, selber seine Identität neu zu definieren, die Geschichte seiner Familie, in der die männlichen Vorfahren Selbstmord begingen, zu ergründen. - Bov Bjerg („Auerhaus“: BP/mp 16/379) schreibt seinen Roman in erzählerischen Fragmenten, Spotlights, in einem nüchternen, kargen Stil. Doch will es ihm nicht so recht gelingen, den Leser für seine Story einzunehmen. Schon nach wenigen Kapiteln merkt man: Diese Geschichte bindet den Leser nicht, nimmt ihn nicht gefangen. - So nahe an der Erfahrungswelt der meisten Leser/innen der Erfolgsroman „Auerhaus“ war, so weit ist dieses Buch davon entfernt. Wer auf eine Fortsetzung von „Auerhaus“ oder zumindest ein ähnliches Buch gewartet hat, dürfte wohl eher enttäuscht sein.

Ein Vater unterwegs mit seinem Sohn. Ihre Reise führt zurück in das Hügelland, aus dem der Vater stammt, zu den Schauplätzen seiner Kindheit. Da ist das Geburtshaus, dort die elterliche Hochzeitskirche, hier der Friedhof, auf dem der Freund Frieder begraben liegt. Ständiger Reisebegleiter ist das Schicksal der männlichen Vorfahren, die sich allesamt das Leben nahmen: "Urgroßvater, Großvater, Vater. Ertränkt, erschossen, erhängt." Der Vater muss erkennen, dass sein Wegzug, seine Bildung und sein Aufstieg keine Erlösung gebracht haben.
Vielleicht helfen die Rückkehr und das Erinnern. Doch warum bringt er seinen Jungen in Gefahr? Warum hat er keine Antwort auf dessen bange Frage: "Um was geht es?" Er weiß nur: Wer zurückfährt, muss alle Kurven noch einmal nehmen. Wenn er der dunklen Tradition ein Ende setzen will.

Bov Bjerg gehört zu den wichtigsten Schriftstellern der deutschen Gegenwart. Nach dem Bestseller "Auerhaus" legt er nun seinen neuen Roman vor. Genau, mutig und lang nachw
irkend erzählt er vom Kampf eines Vaters gegen die Dämonen der Vergangenheit. Nur wenn er seinen Sohn so liebt, wie er selbst nie geliebt wurde, kann die Reise der beiden glücken.

Bjerg, Bov
Bov Bjerg, Jahrgang 1965, ist Schriftsteller und Vorleser. Er gründete mit Freunden verschiedene Berliner Lesebühnen: Dr. Seltsams Frühschoppen, Mittwochsfazit, Reformbühne Heim & Welt. Sein erster Roman hieß "Deadline", sein zweiter "Auerhaus", letzterer ist für verschiedene deutsche renommierte Theaterhäuser adaptiert und inszeniert worden.

"'Serpentinen' ist ein starkes Buch, da steckt viel drin, es ist düster und abgründig, aber auch immer wieder durchzogen von feinem Witz.", Inforadio Quergelesen, Nadine Kreuzahler, 09.02.2020
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5 CDs, Lesung. CD Standard Audio Format. Ungekürzte Ausgabe. 375 Min.
HÖRBUCH HAMBURG , 2020
CD
  • Noch nicht erschienen. Erscheint laut Verlag am 30.03.2020.
22,00 €

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