Rückkehr nach Polen

Expeditionen in mein Heimatland

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Lebendiges Porträt einer zerrissenen Nation.
Die 1988 mit ihren Eltern nach Deutschland ausgereiste Polin kehrt im März 2018 mit ihrer kleinen Tochter für ein Jahr in ihr Geburtsland zurück. Sie bereist von Danzig aus die Städte und das Land, besucht abgelegene Gegenden und Auschwitz und versucht die politischen und sozialen Verhältnisse und die gesellschaftlichen Denk- und Verhaltensstrukturen sichtbar zu machen. Lebendig erzählt sie von ihren Gesprächen, Begegnungen und Erlebnissen, von ihrem Befinden und den Gefühlen der Menschen, von Kindheitserinnerungen und dem Aufenthalt ihrer Tochter in der Kita, aber auch von Frauenrechten, dem Einfluss der Kirche, von einem oppositionellen Bürgermeister, vom Gegensatz zwischen Lech Walesa und Kaczynski und der Ermordung des Danziger Bürgermeisters. Aus diesen Puzzleteilen formt sie ein Bild des Landes und der nationalen Befindlichkeit und Identität mitsamt der momentan nicht kittbaren Zerrissenheit. - Es sind lesenswerte Reportagen mit einem klaren Blick für die gegenwärtigen Verhältnisse. Sehr empfehlenswert.

Polen vor den richtungsweisenden Parlamentswahlen im Oktober 2019: Emilia Smechowski, Deutsche und Polin, porträtiert ein zerrissenes Land.

Lange glaubten wir im Westen: Polen ist frei und demokratisch, ein junges europäisches Land im Start-up-Modus. Dann wählte die Mehrheit rechtskonservativ - und unser Bild zerbrach. Für Emilia Smechowski ist Polen Heimat - eine Heimat, die sie als Kind verließ und in die sie nun zurückkehrt, um dort zu leben, als Bürgerin des Landes. Sie beschreibt eine zerrissene Nation: Der Riss geht durch die Familien, er ist präsent, wenn beim Sonntagsessen über Politik gestritten oder geschwiegen wird. Smechowski erzählt vom Alltag voller Widersprüche, sie spricht mit Politikern wie Bauern, um zu verstehen: Was ist seit 1989 passiert, dass so viele Menschen nicht mehr an den Wert der Freiheit glauben?

Smechowski, Emilia
Emilia Smechowski, 1983 in Polen geboren, floh mit ihrer Familie 1988 nach Westberlin. Sie arbeitet als freie Autorin und Reporterin, u. a. für Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. Für ihre Reportagen wurde sie vielfach preisgekrönt, u. a. mit dem Deutschen Reporterpreis. 2017 erschien von ihr Buch Wir Strebermigranten. Nach einem Jahr in Danzig lebt sie nun wieder in Berlin.
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