Neujahr

Roman

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Spannender Roman von der Entstehung eines kindlichen Traumas und dessen Bewältigung.
Die bekannte Autorin erzählt in diesem kompakten, klug konzipierten und spannenden Roman von der Entstehung eines kindlichen Traumas und dessen Bewältigung. Henning leidet seit er denken kann unter einer massiven Angststörung. Er und seine Familie befinden sich im Urlaub auf Lanzarote. Am Neujahrsmorgen macht Henning eine Fahrradtour auf einen nahegelegenen Berg. Während der anstrengenden Fahrt rekapituliert er immer wieder sein Leben. Völlig entkräftet kommt er oben an, rastet an einem Haus, das ihm auf unerklärliche Weise bekannt vorkommt. Ein geheimnisvoller tiefer Brunnen zieht ihn magisch an. Schlagartig wird es sich eines dramatischen Erlebnisses bewusst, das hier stattgefunden hatte, als er noch ein Kind war. Er und seine Schwester Luna hatten damals zusammen mit den Eltern hier ihre Ferien verbracht. Der Vater hatte eines Tages ihre Mutter in flagranti mit dem Gärtner erwischt, und war überstürzt abgereist. Die Mutter, die ihn zur Rückkehr bewegen wollte, erlitt einen Verkehrsunfall und war tagelang bewusstlos. Henning und seine zweijährige Schwester Luna durchlebten zwei entsetzliche Tage der Einsamkeit, gequält von Hunger und Durst und voller Sorge um die verschwundenen Eltern in dem abgelegenen Gehöft. Henning, der diese Ereignisse verdrängt hatte, wird von seiner Mutter jetzt endlich aufgeklärt, die bisher losen Enden dieses fast novellenartig strikten Textes werden zusammengeführt und bislang ungeklärte Andeutungen erhalten einen Sinn. Psychologisch feinfühlig und in bekannt souveräner Manier erzählt die Autorin in diesem lesenswerten Roman.

Lanzarote, am Neujahrsmorgen: Henning will mit dem Rad den Steilaufstieg nach Femés bezwingen. Seine Ausrüstung ist miserabel, Proviant nicht vorhanden. Während er gegen Wind und Steigung kämpft, rekapituliert er seine Lebenssituation. Eigentlich ist alles in Ordnung, die Kinder gesund, der Job passabel. Aber Henning fühlt sich überfordert. Familienernährer, Ehemann, Vater - in keiner Rolle findet er sich wieder. Seit einiger Zeit leidet er unter Panikattacken, die ihn heimsuchen wie ein Dämon. Als er schließlich völlig erschöpft den Pass erreicht, führt ihn ein Zufall auf eine gedankliche Zeitreise in seine Kindheit. Schlagartig durchlebt er wieder, was ihn einmal fast das Leben gekostet und bis heute geprägt hat.

"Neujahr" erzählt die atemberaubende Geschichte von zwei kleinen Kindern, die mitten im Ferienparadies in die Hölle geraten. Ebenso geht es um die Krise eines Mannes, der zwischen ungeklärten Geschlechterrollen zerrieben wird. Und um die existenzielle Frage, ob unser L
eben bereits in der Kindheit vorbestimmt wird oder ob wir selbst es sind, die über Glück oder Unglück entscheiden.

Zeh, Juli
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Bundesverdienstkreuz (2018).

"Weil beides, der Thriller und die Gesellschaftsanalyse, hier so dicht ineinandergreifen, ist 'Neujahr' vielleicht Juli Zehs bislang bestes Buch." Karin Janker / Süddeutsche Zeitung
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