Mario Adorf. Zugabe!

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Blicke auf Leben und Person des großen Schauspielers (*1930).
Der mittlerweile 88-jährige Mario Adorf hat bereits vier Bände mit Erinnerungen (zul. "Schauen Sie mal böse", BP/mp 15/878) und einen Fotoband über sein Leben vorgelegt. Der Journalist Tim Pröse traf Mario Adorf in den letzten Jahren immer wieder zu Interviews, aus denen das Material des vorliegenden Buches entstand. Daher ist sein Buch weniger eine klassische Schauspielerbiografie als eine stellenweise sehr persönliche Beschreibung aus kleinen Facetten des Lebens vom HJ-Jungen zum internationalen Kinostar. Die assoziativen Verknüpfungen von Anekdotischem und Zeitgeschichte sind thematisch zu Kapiteln etwa über die Frauen, Kollegen oder Adorfs Schwachstellen gruppiert. Die Sprache des Buchs ist gefällig, liest sich dank kurzer Sätze zügig und ist durchsetzt von Interviewpartien und persönlichen Beobachtungen, die es dem interessierten Leser kurzweilig machen. Diesem Tonfall gemäß wären auch einige Privataufnahmen gewesen. Sie fehlen jedoch ebenso wie ein biografischer Überblick oder eingehendere Auflistung von Rollen, Filmen oder im Buch erwähnten Personen. - Empfehlung für Bestände mit Schwerpunkt Theater-Film.

Die Lebensbilanz eines Weltstars
"Tim Pröse hat mir mit großer Zuneigung und Begeisterung, aber auch mit geschickten, immer tiefer bohrenden Fragen mehr Persönliches entlockt, als ich normalerweise preisgeben würde." Mario Adorf
Im Alter von fast 90 Jahren schaut der große Schauspieler Mario Adorf zurück auf ein abenteuerliches Leben voller Triumphe am Theater, im Film und im Fernsehen. In zahlreichen und intensiven Gesprächen mit dem Autor Tim Pröse entstand so die Lebensbilanz eines großartigen Künstlers und Jahrhundertschauspielers.
Sehr persönlich spricht Mario Adorf hier über seine Arbeit und sein Leben besonders in den letzten Jahren, über Glücksmomente und Enttäuschungen, über Deutschland, Italien und Frankreich, über den Beruf des Schauspielers, über die Frauen seines Lebens, seine Freunde und seine Kollegen. Mit Sorge schaut er als Zeitzeuge des Zweiten Weltkriegs und als überzeugter Europäer und Kosmopolit auf die Wiedergeburt des Nationalismus und Rassismus in der Gegen
wart. Und nicht zuletzt spricht er gelassen und nüchtern über die Endlichkeit des eigenen Lebens und über das, was vergeht und was bleibt.

Tim Pröse, geboren 1970 in Essen, ist Autor und Journalist in München. Er war Chefreporter der Münchner Abendzeitung und Redakteur bei Focus. Seine Bücher »Jahrhundertzeugen. Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler« (2016) und »Hallervorden. Ein Komiker macht Ernst« (2017) wurden Bestseller.

"Sehr lesenswert." Beate Rottgardt Ruhr Nachrichten 20190410
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