Kein Teil der Welt

Roman. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2020, Kategorie Jugendbuch

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Freundschaft und Emanzipationsprozess zweier junger Mädchen, die in der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas aufwachsen.
Die Autorin wuchs selbst bei den Zeugen Jehovas auf und verließ die Gemeinschaft im Alter von 15 Jahren. Ihr Buch ist jedoch keine Autobiografie, sondern erzählt die fiktive Geschichte von Esther und Sulamith. Esther hinterfragt die strengen Regeln der Gemeinschaft nicht, denn sie fürchtet, am Tag des jüngsten Gerichts nicht ins Paradies einzugehen. Sulamith hingegen ist rebellisch, hinterfragt die strengen Normen der Gemeinschaft und verliebt sich in einen Jungen aus der normalen Welt, was nach einem Strafgericht zum Ausschluss Sulamiths führt. Kurz darauf stürzt sie vom Dach ihres Wohnhauses, und die verzweifelte Esther wird in einer Nacht und Nebelaktion nach Peterswalde in Ostdeutschland gebracht, wo die Familie von nun an als Verkündiger leben wird. Es ist kurz nach der Wende und Esther erlebt den Verlust ihrer Freundin und den der gewohnten Umgebung als besonders traumatisch. Ein packender Roman, der Einblick gibt in die Parallelwelt der Zeugen Jehovas. Allen Büchereien besonders zu empfehlen.

Vom Aufwachsen in der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas.

Klug, rasant und herzzerreißend: Stefanie de Velascos aufrüttelnder Roman gibt Einblick in eine verborgene Welt und erzählt von einem Emanzipationsprozess, der sämtliche Fundamente zum Einstürzen bringt.

Ein ostdeutsches Dorf kurz nach der Wende. Die junge Esther wurde über Nacht aus ihrem bisherigen Leben gerissen, um hier, am anderen Ende der Republik, in der alten Heimat ihres Vaters, mit der Gemeinschaft einen neuen Königreichssaal zu bauen. Während die Eltern als Sonderpioniere der Wachtturmgesellschaft von Haus zu Haus ziehen, um im vom Mauerfall geprägten Osten zu missionieren, vermisst Esther ihre Freundin Sulamith schmerzlich.

Mit Sulamith hat sie seit der Kindheit in der Siedlung am Rhein alles geteilt: die Fresspakete bei den Sommerkongressen, die Predigtdienstschule, erste große Gefühle und Geheimnisse. Doch Sulamith zweifelt zunehmend an dem Glaubenssystem, in dem die beiden Freundinnen aufgewachsen sin
d, was in den Tagen vor Esthers Umzug zu verhängnisvollen Entwicklungen führt. Während Esther noch herauszufinden versucht, was mit Sulamith geschehen ist, stößt sie auf einen Teil ihrer Familiengeschichte, der bislang stets vor ihr geheim gehalten wurde.

Poetisch, wortgewandt und mit unwiderstehlicher Kraft führt uns dieser Roman in eine Welt, die mitten in der unsrigen existiert und dennoch kein Teil von ihr ist. Und stellt eine unvergessliche junge Frau ins Zentrum, die alles daran setzt, selbst darüber zu bestimmen, welche Erzählungen ihr Halt geben.

de Velasco, Stefanie
Stefanie de Velasco, geboren 1978 im Rheinland, studierte Europäische Ethnologie und Politikwissenschaft. Sie schreibt regelmäßig für das Berliner Stadtmagazin Zitty, für die FAS und ZEIT Online. 2013 erschien ihr Debütroman »Tigermilch«, der in zahlreiche Sprachen übersetzt und für das Kino verfilmt wurde.

"Sie schildert die Gemütszustände ihrer Protagonistin so glaubhaft und präzise, wie es wohl nur jemand kann, der eine solche Situation selbst miterlebt hat." Isabelle Bach Deutschlandfunk 20191113
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