Farben der Nacht

Roman

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Eindringlicher Roman über fünf Menschen, die in ihrem Leben wieder eine Richtung finden wollen.
Tiflis in Georgien, im Jahr 2012. Vor dem Hintergrund der Unruhen anlässlich der Präsidentschaftswahlen lebt der junge Surab mit seiner Frau Tina und zwei Kindern in einem Mietshaus. Surab leidet unter seiner Arbeitslosigkeit. Eines Nachts beobachtet er seinen neuen Nachbarn Schotiko, wie er einen fremden Mann für erotische Stunden empfängt. Gebannt verfolgt Surab das Geschehen Nacht für Nacht mit seinem Fotoapparat. Gleichzeitig entfremden er und Tina sich immer mehr, die in der Arbeit einen neuen Kollegen bekommt, Nuri, in den sie sich hemmungslos verliebt. Eines Nachts sieht Surab, wie Schotiko von seinem Liebhaber Merab, einem hohen politischen Funktionär, erschlagen wird. Surab besucht Merab am nächsten Tag und erpresst eine Anstellung bei ihm. Doch es ist zu spät: Merab erschießt sich und Tina entscheidet sich dafür, ihre Familie zu verlassen. - Davit Gabunia ist einer der bekanntesten georgischen Dramatiker. "Farben der Nacht" ist sein erster Roman. Und er zeigt, dass er auch in diesem Genre gut ist: Mit viel Empathie beschreibt der Autor, wie seine Protagonisten verzweifelt versuchen, ihr Leben wiederzufinden. Der ganze Roman besteht aus inneren Monologen; doch Gabunias Stil ist einerseits so schnörkellos, andererseits so eindringlich, dass er den Leser schnell fesselt. Dieses Buch ist es wirklich wert, gelesen zu werden. (Übers.: Rachel Gratzfeld)

Surab, glücklicher Vater und weniger glücklicher Hausmann - er hat seine Arbeit verloren -, bekommt einen neuen Nachbarn. Gelangweilt beginnt er, den auffälligen jungen Mann mit dem roten Alfa Romeo zu beobachten - und gerät schnell in den Bann des fremden Lebens. Bald weiß Surab immer mehr über den anderen, auch über die Besuche seines Liebhabers, eines hohen Beamten. Doch dann beobachtet er einen furchtbaren Streit mit furchtbaren Folgen - und sieht seine Chance, wieder für seine Familie sorgen zu können. In all dem bemerkt er nicht, dass seine Frau Tina sich in eine Amour fou gestürzt hat; und nun flieht Tina aus ihrer Ehe, in das von Hitze und Aufruhr aufgepeitschte Tiflis - es ist der Sommer 2012, in dem der Milliardär Iwanischwili an die Macht kommt.
Fünf Menschen suchen ihr Glück und setzen alles aufs Spiel, was sie haben - auch wegen der unversöhnlichen Ansprüche einer Gesellschaft, in der Vergangenheit und Zukunft sich feindlich gegenüberstehen. Zwischen Patricia Highsmit
h und Hitchcocks "Fenster zum Hof": Ein herausragender Roman, der das vielschichtige Bild eines Landes zwischen Tabu und Tradition zeichnet, spannungsreich und literarisch raffiniert.

Davit Gabunia, geboren 1982, ist als Autor und Kritiker eine herausragende Stimme der Literatur Georgiens. Er übersetzte u.a. Shakespeare, Strindberg und "Harry Potter", schrieb eine TV-Serie und gilt als wichtigster jüngerer Dramatiker, bereits mehrfach wurde er mit den bedeutendsten Theaterpreisen des Landes ausgezeichnet. Gabunias lang erwarteter erster Roman machte in Georgien Furore, Presse und Publikum waren begeistert.

Wie Gabunia das Verliebtsein beschreibt, die Verzweiflung und die Zukunftslosigkeit dieser Liebe, das ist großartig. Barbara Weidle General-Anzeiger 20181008
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