Elefant

Roman

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Märchenhafter Roman über die Schöpfung, Machbarkeit und Manipulation.
Der obdachlose Schoch findet einen kleinen, rosa Elefanten. Zuerst ist er sich nicht ganz sicher, ob das Wesen echt oder die Erscheinung seinem übermäßigen Alkoholkonsum zuzuschreiben ist. Er lässt sich anrühren von dem schutzlosen Tier und nimmt sich seiner an. Zusammen mit der Tierärztin Valerie und dem burmesischen Elefantenwärter Kaung bringt er Sabu auf abenteuerlichen Wegen in Sicherheit. Der Gegenspieler des Helfer-Trios ist der Genforscher Roux, der mittels Proteinmanipulation und Reproduktionstechnologie das eigenartige Geschöpf geschaffen hat. Er und chinesische Geschäftemacher sind natürlich hinter der biologischen Sensation her und möchten den kleinen Elefanten in ihre Gewalt bringen. - Der neue Roman des Schweizer Erfolgsautors verbindet zwei wichtige gesellschaftliche Themen miteinander: einmal die Lebenssituation von Obdachlosen und anderseits die großen ethischen Fragen rund um die Gentechnologie. Respekt vor dem Leben oder eiskalte Geschäftemacherei sind die pointierten Gegensätze. Das Buch ist so zauberhaft, wie das kleine Wesen, das im Mittelpunkt der Handlung steht. Manche Leser werden sich davon mitreißen lassen, anderen wird es vielleicht zu märchenhaft erscheinen und sie deshalb nicht ansprechen. Wer sich darauf einlässt, wird in jedem Fall gut unterhalten, dafür steht der Autor.
Empfohlen von

Mitarbeiter-Foto
Rita Friederichs
Filialleiterin
Bonifatius Buchhandlung, Paderborn
Eigentlich skurril – ein rosa Elefant, entstanden durch Genmanipulation? Eine wunderbare Geschichte, wie die Beschützer mit dem Elefanten den Verfolgern entkommen. Spannend bis zum Schluss.

Der kleine Elefant hat nämlich auch Beschützer. Da ist einmal Kaung, der burmesische Elefantenflüsterer, der die Geburt des Tieres begleitet hat. Er findet, etwas so Besonderes sei heilig und müsse vor dem profanen Zugriff versteckt werden. Aber auch der Obdachlose Schoch, der einmal bessere Tage gesehen hat, sieht auf einmal eine Aufgabe vor sich: Das seltsame Wesen würde zugrunde gehen, wenn er sich nicht seiner annimmt. Der kleine Elefant erlebt eine Odyssee, die in einem Zirkus beginnt, die Zürcher Obdachlosenszene aufmischt, den Frieden einer Villa auf dem Züriberg stört und schließlich in Myanmar endet, dort, wo man den Elefanten in besonderer Weise huldigt.
Er ist entzückend, ein Wunderwesen - und für den, der die genetische Zauberformel kennt, ein Vermögen wert: ein rosaroter Mini-Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich steht er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch, der dort seinen Schlafplatz hat und nun seinen Augen nicht traut.
Woher kommt dieses seltsame
Geschöpf, und wie ist es entstanden? Das wissen nur wenige Personen, und sie verfolgen sehr unterschiedliche Interessen: Kaung, der burmesische Elefantenflüsterer, der die Geburt des Tiers begleitet hat, glaubt, es sei etwas Heiliges, das geschützt werden muss. Geschützt ja, aber als Patent, meint dagegen Genforscher Roux.
Die Schauplätze dieser atemberaubenden Intrige wechseln in rascher Folge von einem gentechnologischen Labor über einen Zirkus im Oberland zur städtischen Obdachlosenszene, von dort in den Schutz einer Villa auf dem Zürichberg und schließlich in ein Land in Südostasien, wo man den Elefanten auf besondere Weise huldigt.

Martin Suter, geboren 1948 in Zürich, lebt mit seiner Frau in Spanien und Guatemala. Er war Werbetexter und erfolgreicher Werber, ein Beruf, den er immer wieder durch andere Schreibtätigkeiten ergänzt oder unterbrochen hat. Unter anderem "GEO"-Reportagen, zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehen. Seit 1991 lebt er als freier Autor, seit 1992 schreibt er die wöchentliche Kolumne "Business Class" in der "Weltwoche".

Martin Suter ist am 29. März 2004 in Zürich mit der Goldenen Diogenes Eule ausgezeichnet worden.
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