Die Wunder von Little No Horse

Roman. Ausgezeichnet mit dem Minnesota Book Award

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Father Damien verbringt ein halbes Jahrhundert im Indianerreservat Little No Horse - und hat ein Geheimnis.
Father Damien Modeste ist steinalt, als er seinen letzten Bericht von den Wundern im Indianerreservat Little No Horse an den Vatikan beginnt. Er will Absolution für seinen Betrug bekommen, denn Father Damien ist eine Frau. Das wird bereits zu Beginn des Romans verraten. Im weiteren Verlauf wechseln die Zeitebenen. Als junge Frau war Agnes DeWitt wegen ihrer Leidenschaft für Chopins Musik aus dem Kloster getrieben worden. Sie überlebte eine Schießerei, schlüpfte in die Soutane eines ertrunkenen Priesters und wanderte an seiner Stelle zum Missionieren ins Reservat der Ojibwe-Indianer nach Norden. Dort erfährt sie die Geschichten der Stammesfamilien und taucht immer tiefer in ihre Traditionen und Rituale ein. Sie bekommt mit, wie diese mehr und mehr um ihr Land betrogen werden und dem Whiskey verfallen. Und sie beginnt zu zweifeln, ob die gewaltsame Missionierung der Indianerkinder so gut gewesen war. - Die mit Preisen ausgezeichnete Autorin Louise Erdrich ist selbst eine halbe Ojibwe. Mit ihrer poetischen, bildkräftigen Sprache und in unerwartet humorvollen Szenen lässt sie die Leser am Kosmos eines fiktiven Indianerreservats teilhaben. Ein großartig warmherziger Roman. Sehr gerne empfohlen.

Mehr als ein halbes Jahrhundert hat Vater Damien Modeste sich ganz in den Dienst seines geliebten Stammes der Ojibwe im abgelegenen Reservat Little No Horse gestellt. Nun da sein Leben zu Ende geht, muss er fürchten, dass das große Geheimnis seines Lebens doch noch ans Licht kommen könnte: er ist in Wahrheit eine Frau.
In ihrem bislang nichts ins Deutsche übertragenen Meisterwerk erkundet Louise Erdrich das Wesen der Zeit und den Geist einer Frau, die sich gezwungen fühlte, sich selbst zu verleugnen, um ihrem Glauben dienen zu können. Ein Buch mit Herz, großartig erzählt.

"Lustig und elegisch, absurd und tragisch." New York Times

Erdrich, Louise
Louise Erdrich, geboren 1954 als Tochter einer Ojibwe und eines Deutsch-Amerikaners, ist eine der erfolgreichsten amerikanischen Gegenwartsautorinnen. Sie erhielt den National Book Award, den PEN/Saul Bellow Award und den Library of Congress Prize. Louise Erdrich lebt in Minnesota und ist Inhaberin der Buchhandlung Birchbark Books. Im Aufbau Verlag ist zuletzt ihr Roman "Der Gott am Ende der Straße" erschienen, und im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane "Liebeszauber", "Die Rübenkönigin", "Der Club der singenden Metzger", "Der Klang der Trommel", "Solange du lebst", "Das Haus des Windes" und "Ein Lied für die Geister" lieferbar.

Schröder, Gesine
Gesine Schröder übersetzt seit 2007 aus dem Englischen und hat u.a. Jennifer duBois und Curtis Sittenfield ins Deutsche übertragen. Nach Aufenthalten in den USA, Australien, Indien, England und Kanada lebt sie in Berlin.

"Das Grauen unter der Oberfläche des großen amerikanischen Traums prangert Louise Erdrich in ihrem Roman nicht an, sie setzt es eher voraus." Felix Stephan Süddeutsche Zeitung 20191126
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