Der unendliche Faden

Reise zu den Benediktinern, den Erbauern Europas

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Die Benediktinerklöster als Ausgangspunkt und Hort christlicher Kultur in Europa.
Auch in immer mehr säkularen Zeiten mangelt es auf dem Buchmarkt nicht an Büchern über Klöster. Kochrezepte oder Gesundheitsregeln aus alten Klöstern werden auch von Autoren propagiert, die ansonsten mit der Geschichte und den Inhalten des christlichen Glaubens nichts verbindet. Mit seinen Reisen zu einigen, in der Mehrzahl benediktinischen Klöstern in Europa verbindet der Autor dieses Buches eine besondere Idee, die er bereits im Untertitel andeutet: Eine Reise zu den Benediktinern, den Erbauern Europas. In dem Kapitel über das Kloster Praglia im italienischen Veneto heißt es an einer Stelle: "Ich bin auch hier, um Europa zu suchen. Seine christlichen Wurzeln. Wer sind wir, woher kommen wir? Welchem Mythos fühlen wir uns zugehörig?" Und Antworten auf diese Fragen findet der Autor, der vor diesem Buch bereits große Reportagen über Reisen, häufig auch zu Fuß, quer durch den europäischen Kontinent geschrieben hat, in der klösterlichen Kultur. In 15 Kapiteln nimmt der Autor seine Leser unter anderem mit nach Sankt Ottilien, St. Gallen, Saint-Wandrille, Camerino oder auf den Marienberg in Südtirol. Überall - mit einer Ausnahme - erfährt er ein Christentum der "offenen Arme", der Spiritualität und Aufklärung, ohne das Europa nicht denkbar und nicht wünschbar ist. Einzig auf seiner Reise zu dem in Ungarn gelegenen Kloster Pannonhalma lernt der Autor auch die dunklen Seiten des heutigen realen Europa kennen. Einen extremen Nationalismus verbunden mit der Abwehr von Fremden und anderen Kulturen. "Hier ist auch Gott Ungar". Das ist aber nicht typisch für die hier vorgestellten Klösterkulturen. Wie schön und mitreißend könnte ein Europa sein, dass sich seiner christlichen, benediktinischen Wurzeln wieder mehr bewusst würde.

Rumiz sucht nach den Wurzeln eines offenen, barmherzigen und in die Zukunft gerichteten Europa - und findet sie in den Klöstern der Benediktiner.
Der Wanderer Paolo Rumiz spürt den Jüngern des heiligen Benedikt von Nursia, dem Schutzpatron Europas, nach. Er besucht sie in ihren Abteien im Veneto, in der Lombardei, in Südtirol, in der Schweiz und in der Normandie, in Bayern, Belgien, Niederösterreich und Ungarn. Er spricht mit den Ordensleuten und findet in ihren Prinzipien eine positive Kraft - gerade heute, da Abgrenzung und Abschottung die Utopie der Gründer zu zerstören drohen. Europa, über Jahrhunderte geprägt von Invasionen und Migrationswellen, muss ein Raum der Gastlichkeit bleiben. Ein Raum, der auf ein menschenwürdiges Wirtschaften und der Hände Arbeit baut, auf die Freude an der Gemeinschaft, den Respekt gegenüber der Natur und vor allem auf Barmherzigkeit.

Rumiz, Paolo
Paolo Rumiz, geboren 1947 in Triest, ist mit seinen eigenwilligen Büchern der erfolgreichste Reiseschriftsteller Italiens. Er berichtete für die Tageszeitung "La Repubblica" über den Afghanistan- und den Jugoslawien-Krieg. Zahlreiche Preise für sein journalistisches Engagement. Unzählige Essays, Romane und Erzählungen über seine Reisen innerhalb Italiens und an die entlegensten Orte Europas. Bei Folio sind erschienen: "Der Leuchtturm" (2017), "Die Seele des Flusses" (2018) und "Via Appia" (2019).
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