Der Sänger

Roman

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Der einst durch den Rundfunk populäre Tenor Joseph Schmidt muss nach der Machtergreifung durch die Nazis fliehen.
Der einst gefeierte Sänger Joseph Schmidt ist auf der Flucht vor den Nazis. Von seiner Familie hat er nichts mehr gehört, er fühlt sich krank und schwach und hofft verzweifelt, mithilfe der Résistance über die Schweizer Grenze zu kommen. Die neutrale Schweiz ist das einzige europäische Land, in dem Juden überhaupt noch Aufnahme finden. Kunst und Ruhm sind nichts mehr wert. Doch das Wunder geschieht: Schmidt schafft es in die Schweiz und hat dort sogar Freunde, die für ihn bezahlen. Dennoch muss er wie alle anderen Flüchtlinge auch in ein Internierungslager ... - Ein historischer Roman, der ein weiteres, trauriges und unrühmliches Kapitel der europäischen Geschichte erzählt. Massenhaft wurden Flüchtlinge an der Schweizer Grenze zurückgewiesen, die Zustände in den Lagern waren teilweise katastrophal. War man krank, war man dem Good Will des jeweiligen Arztes ausgeliefert. Die Geschichte wird aus der Perspektive Schmidts erzählt, der sich immer wieder an seine Kindheit und sein weiteres Leben zurückerinnert. Ein grandioses und wichtiges Buch. Absolut empfehlenswert.
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Susanne  Steufmehl
Buchberatung
Sankt Michaelsbund
Der jüdische Sänger Joseph Schmidt war mit einer Stimme gesegnet, die ihn mit Leichtigkeit zum berühmtesten Tenor seiner Zeit hätte werden lassen können, zu einem deutschen Caruso sozusagen. Seine geringe Körpergröße verwehrte ihm eine Bühnenkarriere, aber im Rundfunk wurde er zum Megastar, weltweit gab er umjubelte Konzerte, seine Schallplattenverkäufe machten ihn reich. Das alles änderte sich drastisch mit der Machtergreifung Hitlers, zuerst Auftrittsverbot, dann die Flucht in die Schweiz. Doch er liegt so falsch mit der Hoffnung, sein Ruhm und seine Beliebtheit könnten ihm helfen… Joseph Schmidt, ein Mann von erstaunlicher Bescheidenheit und voll Vertrauen in das Gute im Menschen, stirbt am 16. November 1942 in einem Auffanglager. Der Schweizer Lukas Hartmann hat einen zu Herzen gehenden, sorgfältig recherchierten Roman über das schreckliche Ende eines begnadeten Künstlers geschrieben, in dem man deutliche Parallelen auf die heutige Flüchtlingssituation findet. Trotz aller Traurigkeit großartig.

Seine Stimme füllte Konzertsäle, betörte die Damenwelt, eroberte in Deutschland, Europa, Amerika ein Millionenpublikum. Joseph Schmidt, Sohn orthodoxer Juden aus Czernowitz, hat es weit gebracht. 1942 aber gelten Kunst und Ruhm nichts mehr. Auf der Flucht vor den Nazis strandet der berühmte Tenor, krank, erschöpft, als einer unter Tausenden an der Schweizer Grenze. Wird er es sicher auf die andere Seite schaffen?

Lukas Hartmann, geboren 1944 in Bern, studierte Germanistik und Psychologie. Er war Lehrer, Journalist und Medienberater. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Spiegel bei Bern und schreibt Bücher für Erwachsene und für Kinder. Er ist einer der bekanntesten Autoren der Schweiz und steht mit seinen Romanen, zuletzt 'Ein Bild von Lydia', regelmäßig auf der Bestsellerliste.
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