Der Mythos des verwöhnten Kindes

Erziehungslügen unter die Lupe genommen

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Kritische Auseinandersetzung mit verbreiteten Forderungen nach mehr Disziplin in der Erziehung, strengeren Regeln und mehr Wettbewerb, damit Kinder lernen, sich durchzusetzen.
Weil Eltern ihren Kindern heutzutage viel zu viel durchgehen lassen, werden sie aufsässig und entwickeln sich zu "Tyrannen". Der verwöhnende, behütete Erziehungsstil vieler Eltern führe dazu, dass sich die Kinder später im "wahren Leben" nicht zurechtfänden. Das jedenfalls hört und liest man immer wieder, in Erziehungsratgebern, Elternzeitschriften und Talkshows. Aber stimmt das überhaupt? Alfie Kohn, ein unabhängiger Experte für Bildung und Erziehung aus den USA, überprüft diese und andere populäre Behauptungen zum Thema Erziehung anhand wissenschaftlicher Untersuchungen. Er kommt zu dem Schluss, dass ein liebevoller, behütender, die Kinder in allen sie betreffenden Fragen einbeziehender Erziehungsstil nicht nur nicht schadet, sondern Kinder gesund und glücklich aufwachsen lässt. Damit verbunden stellt Kohn unbequeme Fragen: Warum erhalten die Rufe nach mehr Disziplin und Gehorsam ein so großes Echo? Warum wirken die Ratschläge von Erziehungsexperten, die Beiträge in den Medien, Äußerungen von Eltern häufig so, als sei das Ideal ein angepasstes, fleißiges Kind - und nicht ein selbständiger, unabhängig denkender, empathischer (junger) Erwachsener? Kohn kritisiert auch die "Besser-man-gewöhnt-sich-daran"-Haltung, die Kindern schon früh Scheitern zumutet und behauptet, sie dadurch auf das "wahre Leben" vorzubereiten. Tatsächlich mache aber nicht die frühe Erfahrung von Scheitern widerstandsfähig, sondern eine sichere Bindung und viele Erfolgserlebnisse. - Kritisch, aufklärend und als Verfechter einer an den individuellen Bedürfnissen von Kindern orientierten Erziehung durchleuchtet Kohn verbreitete Ansichten zur (vermeintlich) richtigen Erziehung. Sehr empfehlenswert für alle Eltern und Erziehenden, die bereit sind, ihre eigenen Überzeugungen zu hinterfragen oder noch ihren Weg suchen.

Alfie Kohn macht Eltern Mut, quer zu denken - damit unsere Kinder zu starken Persönlichkeiten werden und nicht zu kleinen Jasagern, wie es Autorität predigende und immer nur Grenzen fordernde Erziehungspäpste nahelegen. Deren Maximen entlarvt dieses Buch genauso wie das dahinter stehende negative Bild vom Kind, das sie bewusst erzeugen. Ein spannendes Buch für Eltern und alle, die mit Kindern zu tun haben.

"Kinder sind keine Tyrannen, und sie werden auch nicht zu Helikopterkindern oder kleinen Prinzessinnen, nur weil wir ihnen Liebe und Verständnis entgegenbringen." Alfie Kohn

Kohn, Alfie
Alfie Kohn gilt mit über zwanzig Veröffentlichungen als Jesper Juul der USA. Seine Bücher erschienen in 17 Sprachen in vier Kontinenten. Er wurde u.a. bekannt mit seiner Kritik an Hausaufgaben und der Fixierung der Bildung auf Noten, Tests und Wettbewerb. Seine Gedanken über Kooperation und Autonomie haben das Denken vieler Erzieher, Eltern und Manager auf der ganzen Welt geprägt. In Deutschland erschien zuletzt 2010 sein Buch 'Liebe und Eigenständigkeit: Die Kunst bedingungsloser Elternschaft, jenseits von Belohnung und Bestrafung'.

"Ein mitreißender Aufruf gegen all die Experten, Politiker und Medienleute, die darauf bestehen, dass heutige Kinder verwöhnt sind." New York Times Sachbuch der Woche bei MDR Figaro: "Mit Alfie Kohn hat der Verlag einen echten Fang gemacht. [...]Seine Bücher sind bislang in 17 Sprachen übersetzt, auf vier Kontinenten werden sie gelesen, auch hier in Deutschland könnte er zum Bestseller werden, denn [der Autor] versteht hervorragend die Kunst des Entlarvens. Sprachlich geschliffen, faktisch präzise und brillant argumentativ. [...]Er vertritt einen Erziehungsstil, der klipp und klar die Bedürfnisse des Kindes im Blick hat". MDR Figaro "[...] spätestens ab Kapitel zwei möchte man jeden, aber auch jeden Satz dick unterstreichen. Vor allem die kühle Logik begeistert, mit der Alfie Kohn im Laufe seines Buchs das gesamte Arsenal traditionalistischer Vorwürfe an Eltern und eine liberale Pädagogik auseinandernimmt." DeutschlandRadio Kultur "Kohn zeigt schlüssig auf, dass der Ruf nach mehr
Disziplinierung vor allem ein Ziel hat: Kinder hervorzubringen, die sich via Unterordnung, Gehorsam und Leistung an die gesellschaftlichen Verhältnisse anpassen - anstatt sie zu einem 'reflektierten Rebellentum' zu bringen." Ulla Hanselmann, Stuttgarter Zeitung, 12.09.2015 "Kritisch, aufklärend und als Verfechter einer an den individuellen Bedürfnissen von Kindern orientierten Erziehung durchleuchtet Kohn verbreitete Ansichten zur (vermeintlich) richtigen Erziehung. Sehr empfehlenswert für alle Eltern und Erziehenden, die bereit sind, ihre eigenen Überzeugungen zu hinterfragen oder noch ihren Weg suchen" Medienprofile Borromäusverein, 3/2015 "Der amerikanische Autor Alfie Kohn gilt als Rebell der Erziehungsliteratur! Wollen Sie sich auf seine Gedanken einlassen? Ich kann Ihnen versichern, Sie werden es nicht bereuen. [...] Es scheint ja alles so klar zu sein in der Erziehung, aber [...] Sie dürfen keine Zeile beim Lesen dieses Buches auslassen, Sie würden wirklich etwas verpassen!
" Online-Handbuch Kindergartenpädagogik
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