Bösland

Thriller

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Ein weiterer temporeicher, brutaler Thriller des bekannten Tirolers.
Auf dem Dachboden des elterlichen Hofes findet der junge Ben, Protagonist und Ich-Erzähler, seinen Vater tot auf. Der Dachboden war das "Bösland", dort hat ihn sein Vater jahrelang gequält; dort verbrachte er viel Zeit mit seinem einzigen Freund, mit bösen bzw. verbotenen Dingen, und dort wurde auch seine Jugendliebe unglaublich brutal erschlagen; scheinbar von ihm, er weiß es nicht. Nach Jahren in der Psychiatrie gelingt es ihm, ein weitgehend normales Leben zu führen, bis er eine alte Filmaufnahme findet, die zeigt, was mit seiner Jugendliebe wirklich geschehen ist. Ben sucht den Mörder, nämlich den früheren Freund auf, wohl in der Hoffnung, dass dieser sich mit ihm gemeinsam der Vergangenheit stellen würde, seine Schuld, auch an ihm, erkennen und irgendwie wiedergutmachen würde. - Durch die sehr kurzen Kapitel, durch den Wechsel zwischen reiner Dialogform und Rückblenden wirkt der Roman enorm temporeich. Zu Beginn liest man durchaus gespannt von diesem einsamen, körperlich und seelisch leidenden Jungen, von dem jungen Mann, der Angst vor sich selbst hat und seinem Trauma Mithilfe einer Psychologin auf den Grund gehen will. Umso enttäuschender gestaltet sich der weitere Verlauf: Der sich selbst als unfassbar naiv reflektierende Ben, der superreiche, skrupellose, grausame Freund mit seiner wunderschönen, von ihm völlig abhängigen thailändischen Frau, die dann auch noch Bens Liebe erwidert ... die Figuren erstarren zu Klischees. Immer wieder werden Emotionen geweckt und Spannung aufgebaut, die sich im Nichts verlieren. Insgesamt ein mir wenig überzeugend scheinender Thriller, der aber flott lesbar ist und sicher gern ausgeliehen wird.

Sommer 1987. Auf dem Dachboden eines Bauernhauses wird ein Mädchen brutal ermordet. Ein dreizehnjähriger Junge schlägt sieben Mal mit einem Golfschläger auf seine Mitschülerin ein und richtet ein Blutbad an. Dreißig Jahre lang bleibt diese Geschichte im Verborgenen, bis sie plötzlich mit voller Wucht zurückkommt und alles mit sich reißt: Der Junge von damals mordet wieder ...

Aichner, Bernhard
Bernhard Aichner (1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck. Er schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem Burgdorfer Krimipreis 2014, dem Crime Cologne Award 2015 und dem Friedrich Glauser Preis 2017.Die Thriller seiner Totenfrau-Trilogie standen monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten. Die Romane wurden in 16 Länder verkauft, u.a. auch nach USA und England. Eine US-Verfilmung ist in Vorbereitung.

"BÖSLAND ist ein sehr spannender und vor allem sehr eigenwilliger Thriller. Keiner schreibt wie Bernhard Aichner. Ganz toll. Unverwechselbar!" Sebastian Fitzek, SAT1 Frühstücksfernsehen
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