Halbnah

Roman
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Buchprofile - Rezension
Drei Frauen sinnieren bei abendlichen Spaziergängen durch die Stadt über ihre Umgebung und ihre eigenen Geschichten.
Nachdem Sarah und Mira einen Teil des Tages zusammen verbracht haben, spazieren die beiden in unterschiedliche Richtungen davon. Währenddessen kommt Kata in Miras Wohnung an, verstaut ihr Gepäck und bricht nach einer beunruhigenden Nachricht über ihre Mutter wieder in die Stadt auf. Die drei Frauen verbringen den Abend damit, unabhängig voneinander durch die Straßen zu streifen und Eindrücke über die Gesellschaft und ihre Interaktion mit der Stadt zu sammeln. Sarah treiben dabei die bevorstehende Trennung von ihrem Freund und ihre Gefühle für einen anderen Mann um, Mira hingegen erinnert sich an Katas schwierige Kindheit mit einer psychisch kranken Mutter. Gelegentlich kreuzen sich die Wege der Drei, doch meistens bleiben diese Begegnungen unbemerkt. – Die fragmenthaften Erzählabschnitte setzen sich wie Mosaiksteine zu den Geschichten der Protagonistinnen und ihrer Umgebung zusammen. Nicht die eher reduzierte Handlung dominiert den Roman, sondern die allmähliche Erkenntnis von Verbindungen der Frauen untereinander und mit der Stadt, die sie umgibt. Für größere Bestände gerne zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Drei Frauen gehen aus unterschiedlichen Gründen nicht nach Hause, jede streift für sich durch die Stadt, bevor der Tag vorbei ist. Für Kata ist sie voller Erinnerungen, die sie vermeidet. Als Kind, wenn die Mutter wohnungslos war, hat sie viel Zeit draußen verbracht. Jetzt, im Gehen, fällt ihr auf, dass der öffentliche Raum manche Menschen ausschließt. Katas Kindheit war anders als die von Mira, ihrer Pflegeschwester, bei der sie auch heute noch unterkommt, wenn sie zu Besuch hier ist. Mira verbringt immer weniger Zeit in ihrer Wohnung, sie ist ihr nicht durchlässig genug. Auf ihrem Streifzug denkt sie über Formen der Gemeinschaftlichkeit nach, in Nischen der Stadt, bevor sie selbst in eine solche stolpert. Sarah wiederum bewegt sich an den Rändern, aus der Stadt und ihrem Leben hinaus. Sie hat gerade ihre Sachen in einen stillgelegten Trakt eines Krankenhauses übersiedelt. Anders als Elias, mit dem sie nur noch die gemeinsame Wohnung verbindet, weiß sie, dass dies auch ein Abschied ist. Dieses Buch lotet einen Raum aus, in dem sich Begegnung und Ausweichen, Fragilität und Widerständigkeit, Begehren und Verweigern verdichten. Es ist aufregend behutsam, zugleich tastend und sicher, erzählt. 

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