Sanna und Lia

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Buchprofile - Rezension
Ein feines literarisches Kleinod aus dem Baltikum über Verlust, Identität und Zugehörigkeit.
Die 14-jährige Sanna wächst im Lettland der 1980er Jahre auf dem Land in einem Kinderheim auf. Von der eigenen Mutter verlassen, wird die Teenagerin zur Beschützerin der kleineren Kinder in der Einrichtung – und zur scharfen Kommentatorin einer sich im Zerfall befindenden sozialistischen Gesellschaft, deren Jugendfürsorge sich in gelegentlichen Kleider- und Spielsachenspenden an das Heim erschöpft. Sannas Umzug nach Riga, wo sie an der Handelsschule ihre Ausbildung absolviert und in einem Lebensmittelladen jobbt, ist mit einer Phase der Rebellion verbunden. Zigaretten, Alkohol, Party-Exzesse; und immer wieder: Filmriss. Erst eine zufällige Wiederbegegnung mit Andrejs, einem Roma-Jungen aus dem Kinderheim, holt Sanna aus diesem selbstzerstörerischen Kreislauf heraus. Als sie, noch nicht volljährig, schwanger wird, kommen jedoch neben dem Gefühl des Angekommen- und Angenommen-Seins auch Ängste vor dem eigenen Versagen als Mutter auf. Tochter Lia, von anderen Kindern als „dreckige und stinkende Zigeunerin“ verspottet, erlebt bereits in der Grundschule Verachtung. Erst als junge Frau macht sich Lia nach ihrer Rückkehr aus Schottland nach Riga auf die Suche nach der Familie ihres Vaters Andrejs auf. – Jeder der zwei Romanteile wird konsequent aus der Ich-Perspektive der weiblichen Protagonistinnen Sanna und Lia erzählt. Somit ist man bei der Lektüre nah an dem Innenleben der Figuren, ihrer Emanzipation und ihrer Suche nach Geborgenheit und den familiären wie auch kulturellen Wurzeln. Ein leiser, berührender Text nicht nur für ein Lesepublikum mit Interesse an den sogenannten kleinen Kulturen und Literaturen.
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Artikelbeschreibung

Sanna, die Lettin, und Andrejs, der Roma, wachsen in einem Kinderheim auf. Sanna hat nur noch eine vage Erinnerung an ihre Mutter und eine große Wut im Bauch auf die Gesellschaft, die Menschen wie sie nicht haben will oder mit selbst gestrickten Socken und ausrangierten Kleidern Abbitte leisten.Sobald sie die Schule beendet hat, zieht sie nach Riga, um eine Ausbildung zu absolvieren, doch Partys und Alkohol drohen sie abstürzen zu lassen. Nach einer Party findet Andrejs sie betrunken auf einer Parkbank schlafend und nimmt sie mit zu sich nach Hause. Zwischen ihnen entwickelt sich eine Liebes- und Familiengeschichte, die die Suche nach der eigenen Identität, die Verantwortung als Eltern und den Kampf gegen Vorurteile spürbar werden lässt.Laura Vinogradova begleitet die Leser:innen auf eine generationsübergreifende Reise, bei der die Charaktere ihren eigenen Platz in der Welt erst noch finden müssen. Ein Buch über Einsamkeit, Erwachsenwerden und davon, sich trotz gesellschaftlicher Hürden zu akzeptieren.

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