Marischa - Mehr als ein Wunder

Eine Überlebensgeschichte
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Buchprofile - Rezension
Eine Überlebende des Holocaust erzählt im hohen Alter von fast 100 Jahren ihre Lebensgeschichte.
Viele Jahrzehnte lang hatte Maria König die schrecklichen Erlebnisse, die sie als junge Frau durch die Judenverfolgungen im Dritten Reich durchmachen musste, verdrängt. Nur so konnte sie nach dem Krieg in der Gegenwart existieren und mit ihrem Mann, der auch ein KZ-Überlebender war, ein, wie sie sagt, glückliches Leben führen. Als jedoch die Autorin, die sie lange kannte, sie darum bat, ihre Erinnerungen mit ihr zu teilen, um sie der Nachwelt zu erhalten, zögerte sie nicht. In vielen Gesprächen, die sie miteinander führten, schildert sie ihre Kindheit in Lodz, wo ihr schon früh bewusst wurde, dass die polnische Bevölkerung die Juden nicht mochte. Nach dem Ausbruch des Krieges musste die Familie in das Ghetto umziehen, das sich im Armenviertel von Lodz befand und wo das Leben kaum zu ertragen war. Nur durch viel Glück überlebte sie später Auschwitz und Theresienstadt, während fast ihre gesamte Familie ermordet wurde. – Ein sehr ergreifendes Buch, für alle Bestände zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Ein ungewöhnliches, leises Überleben.Als geliebtes Kind aufgewachsen in Lodz überlebt Maria König (1921-2019), genannt Marischa, als junge Frau das dortige Ghetto sowie mehrere Lager. Als sie in Theresienstadt befreit wird, ist ihre gesamte Familie ermordet. Mit ihrem Mann Adi, ebenfalls ein Holocaust-Überlebender, lässt sie sich schließlich als überzeugte Sozialistin in der DDR nieder und lebt dort ein langes und - wie sie sagt - glückliches Leben.Als Antje Leetz sie dazu ermutigt, ihre Erinnerungen in ein Mikrofon zu sprechen, damit diese nicht verloren gehen, ist Maria König fast 100 Jahre alt und lebt im Altersheim. Die beiden kennen sich schon lang, sind vertraut miteinander. Und so ruft sich Marischa das Erlebte in Erinnerung - teils zum ersten Mal. Sie ringt um Worte und Gedanken, sucht nach lange verdrängten Bildern, die hochkommen, wieder abtauchen. Im Erzählen entfaltet sich ihre Überlebensgeschichte - voller Verlust und Schmerz, aber auch Dankbarkeit, Lebensfreude und Humor - und ein faszinierendes Zeitpanorama.

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Personeninformation

Antje Leetz, geb. 1947 in Frankfurt a. M., studierte an der Humboldt-Universität Berlin Germanistik und Slawistik und arbeitete viele Jahre als Verlagslektorin für moderne russische Literatur. Nach einem Arbeitsaufenthalt als Austauschredakteurin in Moskau von 1985 bis 1988 ist sie freiberuflich als Rundfunkautorin, Herausgeberin und Übersetzerin tätig.

Pressestimmen

»Wer glaubt, das alles zu kennen, (...) wird überrascht sein, denn da ist ein ganz besonderer Ton in dem Büchlein. (...) Ein Kunstwerk (...) dessen Lektüre jedem ans Herz gelegt sei.« (Thomas Kuczynski, Ossietzky, 19/2021) »(ein) warmherzige(s) Buch« (Karlen Vesper, Neues Deutschland, 19.10.2021) »ein sehr persönliches, ehrliches Buch über ein bewegendes Leben« (Larissa Dämmig, EKZ Bibliotheksservice, 15.11.2021) »Eine anrührende Lebensgeschichte und zugleich ein erschütterndes Zeugnis des bis heute unfassbaren Verbrechens, das von Deutschland ausging.« (Dorothea Breit, WDR3 Lesestoff, 27.01.2022) »Ein sehr ergreifendes Buch« (Julia Massenkeil-Kühn, Buchprofile/medienprofile, Heft 22 (2022))

Bewertungen

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