Die Ursache

Eine Andeutung - Graphic Novel
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Buchprofile - Rezension
Bilderzählung auf der Grundlage des ersten Teils der autobiografischen Erinnerungen des bedeutenden österreichischen Schriftstellers Thomas Bernhard (1931-1989).
Der vor 30 Jahren verstorbene Thomas Bernhard gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellern des letzten Jahrhunderts. Sein oftmals aus langen, in komplizierten Sätzen verschachtelten Monologen bestehendes Werk erfordert von der Leserin oder dem Leser eine hohe Konzentration und ein geduldiges Sich-Einlassen auf die schwierigen Texte. "Die Ursache" bildet den Auftakt einer Folge von autobiografischen Erinnerungen; mit Wut und Zorn blickt Bernhard auf seine Zeit im während des Krieges stramm nationalsozialistischen "Johanneum" in Salzburg zurück, das er als "Geistesvernichtungsanstalt" bezeichnet. 1945, als das Johanneum wieder zu einer katholischen Schule wurde, wurden zwar die Personen, nicht jedoch die Methoden ausgetauscht und Bernhard bricht schließlich den Schulbesuch ab. Die Herausforderung, Bernhards Monologe in Bilder umzusetzen, hat der Illustrator gekonnt gelöst, indem er die langen Sätze in kleine Sequenzen zerlegt, denen er oft symbolhaft-abstrakte und in der Abfolge sich nur in Nuancen unterscheidende Bilder zuordnet. Auf diese Weise kann der Zugang zu der sperrigen Prosa des vielfach ausgezeichneten österreichischen Schriftstellers erleichtert werden. In großen Beständen möglich.
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Artikelbeschreibung

Im ersten Band seiner Autobiographischen Schriften betreibt Thomas Bernhard eine Ursachenforschung, die nichts und niemanden verschont: das Internat war ein Kerker, die Stadt Salzburg eine Todeskrankheit, die Vernichtung allgegenwärtig. Die einzige Lichtgestalt war der Großvater, der ihm von Mozart, Rembrandt und Beethoven erzählt. Diese "Ursachen", die Bernhard hier mehr als nur "andeutet", hinterlassen unauslöschliche Spuren in seinem ganzen Werk. Mit einem präzisen, sparsamen, fast realistischen Strich und einer eindringlichen Wiederholungs- und Variationstechnik gelingt es Lukas Kummer, Thomas Bernhards Erinnerungen an die Schrecken von Internat, Krieg und Nationalsozialismus sichtbar zu machen. Eine kongeniale Graphic Novel, die sich dem großen Autor mit Respekt und zeichnerischer Frische nähert.

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