Alma

Ein italienischer Bestseller: Triest, Liebe und Erinnerung im 20. Jahrhundert - für Fans von Francesca Melandri und Elena Ferrante
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Buchprofile - Rezension
Leben und lieben in Triest. Über Brüche, die Menschen und Städte prägen.
Als das kecke Strohhütchen mit dem blauen Band, in Venedig gekauft, ins Wasser fällt, bekommt die kleine Alma die Mütze der Jungpioniere von Jugoslawien aufgesetzt. Die Einstiegsszene aus dem Roman von Federica Manzon ist als ein Symbol für die Biografie und die Familiengeschichte von Alma zu lesen. Ihre Kindheit verbringt sie, von Großeltern verwöhnt, in einer großzügigen Wohnung im Zentrum von Triest. Doch dann ziehen ihre Eltern – die Mutter eine Psychologin aus gutbürgerlich-italienischer Familie, der Vater ein jugoslawischer Kommunist und Rednerschreiber von Josip Tito – mit Alma in ein Dorf auf dem Karst. Zudem wird Vili, ein Sohn serbischer Dissidenten, in die Familie aufgenommen. Mit über 50 Jahren kehrt die Journalistin Alma nach langer Zeit aus Rom nach Triest zurück, um von Vili ein Erbstück ihres Vaters ausgehändigt zu bekommen. In der Stadt ihrer Jugend fühlt sie sich wie ein „Mischwesen, halb Gast, halb Hausherrin.“ In erzählerischen Rückblicken entfalten sich bei der Lektüre nochmals die Beziehungsfacetten zwischen den beiden. Vili, dem Alma nach dem Ausbruch der Balkankriege nach Jugoslawien gefolgt ist, wo er als Fotograf die Verbrechen dokumentiert, war nämlich für sie ein „Freund, Bruder, Liebhaber.“ Mit Triest, einer multikulturellen und mehrsprachigen Küstenstadt an der Grenze zwischen West und Ost, zwischen Land und Wasser, wählt die Autorin ein großartiges Setting für ihren Roman über Herkunft und Fremde, Zerrissenheit und Zugehörigkeit. Geografisch wie historisch ist Triest eine Stadt voller Übergänge, Widersprüche und Mischungen, die sich auch in die Biografien der mit Triest verbundenen Personen einschreiben. – Eine anspruchsvolle und bereichernde Lektüre!
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Artikelbeschreibung

»Manzons großartiger Roman zeigt Triest ohne Nostalgie, Kitsch und Zuckerguss.« Die Presse» Alma ist ein intensiver und atmosphärischer Roman« Zeichen & Zeiten»Die italienische Schriftstellerin Federica Manzon gehört zu den interessanten Stimmen der zeitgenössichen, europäischen Literatur.« Regula StÄmpfli, Art is A Piece of CakeNach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück - eine Stadt an der Grenze zwischen Ost und West. Hier begegnet sie Vili wieder, ihrer Jugendliebe, der ihr nun das väterliche Erbe übergeben soll. Zwischen den Erinnerungen an die Habsburger Kaffeehäuser ihrer Großeltern, an endlose Kindheitssommer und die Straße gen Osten, auf der ihr Vater einst immer wieder verschwand, wird Alma mit Fragen nach Herkunft, Liebe und Identität konfrontiert. Und da ist auch der Schatten des Krieges jenseits der Grenze, der ihre Liebe zu Vili vor vielen Jahren erschüttert hat ...»Wer etwas wissen möchte über Triest und Italiens östliche Grenze, der muss Alma lesen. Ein perfekter Roman.« REPUBBLICA»Federica Manzon schafft mit ganz eigenem, magischem Talent ebenso charismatische wie vielschichtige Figuren.« LA STAMPA»Nur den ganz großen Romanen gelingt es, eine Welt zu erschaffen, in die die Leserinnen eintauchen können. Sie öffnen uns Zeit und Raum.« ELLE»Federica Manzon malt ein Fresco aus Geschichten, die uns nicht mehr loslassen.« AVVENIRE»Die Autorin Federica Manzon webt eine Geschichte vom Erwachsenwerden in stürmischen Zeiten und zeigt, wie das Elternhaus und die politischen Unruhen unauslöschliche Spuren hinterlassen. Das gelingt ihr mit Brillanz!« Kultur Blog

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Personeninformation

Federica Manzon, geboren in Pordenone, ist Schriftstellerin und Verlegerin. 2008 erschien ihr Romandebüt, Come si dice addio (Wie man Abschied nimmt) Für ihren von der Kritik gefeierten fünften Roman, Alma, der 2024 in Italien erschien und in neun Sprachen übersetzt wird, erhielt sie verschiedene Preise, darunter den renommierten PREMIO CAMPIELLO. Federica Manzon lebt in Mailand und ist Verlegerin des Guanda Verlags. Alma ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint. Verena von Koskull, Jahrgang 1970, übersetzt aus dem Italienischen und Englischen, unter anderen Massimo Scurati, Carlo Levi, Niccolò Ammaniti und Edoardo Albinati. 2020 wurde sie mit dem DEUTSCH-ITALIENISCHEN ÜBERSETZERPREIS ausgezeichnet.
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