Das Echo der Zeit

Die Musik und das Leben im Zeitalter der Weltkriege
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Buchprofile - Rezension
Die künstlerische Reaktion von vier Super-Komponisten auf zwei Weltkriege.
Vier revolutionäre Meisterwerke stehen im Zentrum dieser extravaganten Musikkulturgeschichte: Benjamin Brittens "War Requiem", Dmitri Schostakowitschs Sinfonie "Babi Jar", Arnold Schönbergs "Survivor" und Richard Strauss` "Metamorphosen". Sie werden vor der Folie zweier verheerender Weltkriege, in der sie entstanden, in Erinnerung gerufen. Dabei wagt der Autor, bisher Vernebeltes oder Verdrängtes schonungslos ans Licht zu heben. Dem 50-jährigen jüdischen Chef-Kritiker des "Boston Globe" geht es in seinen glänzend eruierten und mit seltenen Bildmaterial belegten Recherchen darum, den hohen Verdiensten jüdischer Kunstschaffender, bis hin zu Yehudi Menuhin, neue Denkmale zu setzen. Sein immenses historisches Wissen, seine archivalisch gesicherte Belesenheit und sein erstaunlicher Mut, viele bisher nur vage oder verkehrt herum angesprochene Details aufzudecken, verdienen hohen Respekt. Zugleich hindern sie womöglich manche Leserin, manchen Leser daran, das mit geschichtlichen Einzelheiten aufgeladene Buch mit den zahlreichen Anmerkungen aus der Hand zu geben. Einige ans Licht gebrachte Wahrheiten sind allerdings bedrückend und wecken kaum erträgliche Schuldgefühle. Das wunderbare Buch bleibt allerdings einem ausgewählten, musiktheoretisch wie historisch versierten Lesepublikum vorbehalten.
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Artikelbeschreibung

Einfühlsam schildert Jeremy Eichler die dramatischen Lebenswege und die revolutionären Werke vier der bedeutendsten musikalischen Genies des 20. Jahrhunderts: Richard Strauss, Arnold Schönberg, Dmitri Schostakowitsch und Benjamin Britten. Er lässt uns miterleben, wie sie die Erfahrungen der totalitären Epoche in ihren Schöpfungen verarbeiteten - und ein unvergängliches Zeugnis ablegten, das wie ein Echo in unsere unmittelbare Gegenwart hineinhallt.

Mit dem dem souveränen Wissen des Historikers und dem scharfen Auge des Romanciers, der das tief Menschliche begreift, schildert Jeremy Eichler, wie Richard Strauss, Arnold Schönberg, Dmitri Schostakowitsch und Benjamin Britten die Weltkriege und den Holocaust durchlebten. Die vier Komponisten verwandelten ihre Erfahrungen in zutiefst bewegende Musikwerke, die die verlorene Zeit widerspiegeln. Anhand vieler Zeugnisse von Schriftstellern, Philosophen, Musikern und einfachen Bürgern zeigt der Autor, wie sich das Wesen eines ganzen Zeitalters in diese Klänge und Geschichten eingeschrieben hat. Auf dem Weg dorthin besucht er für die Entstehung der Musik ganz zentrale Orte: von den Ruinen der Kathedrale von Coventry bis zur Schlucht von Babi Yar in Kiew. Während die lebendige Erinnerung an das »Zeitalter der Extreme« verblasst, erschließt Eichler neue Wege, der Geschichte zuzuhören und zu lernen. Eine Erzählung voller Einsichten und Mitgefühl, die unser Denken über das Vermächtnis des Krieges, die Gegenwart der Vergangenheit und das erneuerte Versprechen der Kunst für unser heutiges Leben belebt.

»Zutiefst bewegend. Ich bin überwältigt.« Edmund de Waal, Autor von »Der Hase mit den Bernsteinaugen«

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Personeninformation

Jeremy Eichler, geboren 1974, preisgekrönter Kritiker und Kulturhistoriker, ist Chefkritiker für klassische Musik beim Boston Globe. Zuvor war er Kritiker bei der New York Times. Er wurde an der Columbia University in moderner europäischer Geschichte promoviert.

Pressestimmen

»Eichler macht aus dem Stoff einen packend geschriebenen Pageturner, [...] - prall vor abenteuerlichen Geschichten und Anekdoten ist dieses kluge, temporeiche Buch. Eichler forscht nach den Geschichten, Gefühlen und Gewissensqualen hinter der Musik, schildert die Kämpfe und das innere Ringen der vier Komponisten und wie ihnen dabei Meisterwerke gelingen - und versprochen: Nach der Lektüre klingt die Musik anders als zuvor. Ganz große Kunst also, anregend präsentiert.« Alexander Cammann, Die ZEIT, 26. Juni 2024 Alexander Cammann Die Zeit 20240626
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