Hochdeutschland

Roman
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Buchprofile - Rezension
Ein Hoch auf Deutschland? Alexander Schimmelbuschs Zukunftsroman leuchtet der deutschen Seele heim.
Auch Alexander Schimmelbuschs neuer Roman "Hochdeutschland" gehört zu den realutopischen Romanen und Technikvisionen, die derzeit die Runde machen in der deutschen Literatur. Sein Held ist ein Investmentbanker, der Victor heißt (wie sonst), als Dienstwagen einen Porsche fährt und in einer Glashausvilla im Taunus wohnt, deren Lampen er von seinem Frankfurter Büroturm fernbedienen kann. Neben diesen Premiumproblemen peinigen ihn die deutschen Zustände, er grübelt über Logistikzentren, Serverfarmen und Flatratebordelle am Rande der Autobahnen nach und stört sich an der ungerechten Kapitalverteilung. Seine Idee ist eine Vermögensobergrenze. Er gründet eine neue Fraktion, die "Deutschland AG", und wird zum strategischen Schamanen der Deutschen. Das alles ist mit Sachverstand erzählt (der Autor hat bis 2003 als Investmentbanker gearbeitet), aber natürlich übertrieben, wodurch eine Politsatire entsteht, genauer gesagt: eine Parodie auf intellektuellen Populismus, Etatismus und die Schattenseiten des Neoliberalismus. Also eigentlich eine Denk- und Warnschrift, die dringende Fragen stellt: Wie können wir in einem ferngelenkten Wirtschaftssystem erfolgreich miteinander kommunizieren, welche Werte teilen wir jenseits des Kapitals und wozu ist es eigentlich gut, wenn wir ohne falsche Scham unsere eigene Situation hinterfragen? Lohnende, manchmal fordernde Lektüre.
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Artikelbeschreibung

Victor kann sein albernes Siegerdasein als erfolgreicher Investmentbanker schon lange nicht mehr ernst nehmen. Alle Versuche, sich zu verlieben, scheinen ebenso zum Scheitern verdammt zu sein, wie es seine Ehe war. Er ist ein Produkt der marktorientierten deutschen Gesellschaft und dieselben Fähigkeiten, auf denen sein Erfolg in diesem System basiert, weisen ihm jetzt den Ausweg - eine Revolution.

Er bewohnt eine gläserne Villa im Taunus, hat bei Bedarf Sex im Spa-Bereich des Hotel Adlon und schafft es, die Work-Life-Balance der Mitarbeiter seiner Bank in einem rentablen Ungleichgewicht zu halten. Doch all das führt zu nichts. Zum Glück lernt er den italophilen Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland kennen, dessen Lebenstraum es ist, nach seiner politischen Laufbahn als steinreicher Investmentbanker mit dem Ferrari durch Mailand zu gleiten. Dafür braucht er Victors Hilfe und unterstützt ihn im Gegenzug dabei, eine populistische Bewegung zu gründen, deren rohe Lebendigkeit Victor erlösen wird. In seinem Roman wirft Alexander Schimmelbusch ein grelles Licht auf die deutsche Volksseele und stellt die zentralen Fragen unserer Zeit: Ist unser System kaputt? Was ist Elite? Können wir überhaupt noch kommunizieren? Haben wir Prinzipien? Welchen Preis zahlt man dafür, nach seinen eigenen Regeln zu leben? Ist es Zeit für einen radikalen Neuanfang? Für eine Stunde null, wie nach einem Krieg?

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Personeninformation

Alexander Schimmelbusch, geboren 1975 in Frankfurt am Main, wuchs in New York auf, studierte an der Georgetown University in Washington und arbeitete dann fünf Jahre lang als Investmentbanker in London. Sein Debüt »Blut im Wasser« gewann den Preis der Hotlist der unabhängigen Verlage. »Hochdeutschland« ist sein vierter Roman.

Pressestimmen

»"Hochdeutschland" ist ein brillanter Roman, der von einer tatsächlich bedenkenswerten Fragestellung ausgeht: Warum die Finanzkrise nicht dazu geführt hat, dass die Einkommensverteilung weithin in Frage gestellt wurde. Zugleich aber denkt er die Wirkung sich daraus ergebender Ideen durchaus zu Ende. Es ist Literatur, die zur Gegenwart etwas sagen will, aber diese Gegenwart nicht einfach nachstellt.« Felix Bayer, Spiegel Online, 24.03.2018 Felix Bayer SPIEGEL Online 20180324
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