Himmlischer Frieden

Roman | Ein Roman über die erste Liebe, unverbrüchliche Freundschaften und den Preis der Freiheit - erzählt mit der Hingabe einer Elena Ferrante
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Buchprofile - Rezension
Roman über eine Kindheit und Jugend in Peking in den 1970er und 1980er Jahren.
Lai wächst in einem trubeligen Arbeiterviertel auf. Der Vater lebt in sich gekehrt, spricht kaum, er war noch zu Maos Zeiten ein untergeordneter Beamter, der während der Kulturevolution zutiefst gedemütigt worden ist. Die Mutter, zumeist übellaunig, fühlte sich zu Höherem geboren, hat nie überwunden, dass ihr Mann nicht den von ihr erhofften Aufstieg geschafft hat. Der kleine Bruder ist für Lai zwar manchmal nervig, aber doch gern gelitten. Die resolute, bodenständige Großmutter ist für das Mädchen Halt und gelegentlich auch Trost und Hilfe. Lai treibt sich gelegentlich mit einer kleinen Clique Gleichaltriger rum. Bei denen ist unter anderem Gen, Sohn vermögender Eltern, mit dem sich Lai eng befreundet. Und da ist auch die etwas geheimnisvolle Anna. Mit diesem Mädchen verbindet Lai bald eine tiefe Verbundenheit. Lai entdeckt die Welt der Bücher. Sie schreibt sehr gut und wird dann auf Vorschlag der Schule bei der Universität angenommen. An der Uni kommt Lai in Kontakt mit Studenten, die mehr und mehr gegen die Gängelungen der kommunistischen Partei aufbegehren. Gen spielt als guter Redner eine sichtbare Rolle. Zu Hause wird es schwierig, weil die Großmutter zunehmend an Demenz leidet und dann auch bald stirbt. So ist für Lai die wichtigste Bezugsperson in der Familie nicht mehr da. Und dann kommt es nach diversen Auseinandersetzungen und Palavern mit den Kadern, die nur taktieren, am 3.6.1989 zu dem berüchtigten Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens mit vielen Toten und Verletzten. – Lai Wen, die nach dem Massaker nach Kanada reisen konnte, hat eine sehr eindringliche Geschichte dieser Ereignisse geschrieben. Es sind persönliche Erlebnisse gemischt mit Fiktion, was die sonstigen Protagonisten angeht, abgesehen von der Familie. Ein ergreifender Roman von erster Liebe, von Freundschaften, dem Preis der Freiheit. Eine interessante Erzählung mit Einblicken in das Leben in der chinesischen Großstadt. Überaus beeindruckend und sehr gut einsetzbar.
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Artikelbeschreibung

Über unverbrüchliche Freundschaften, die weltveränderte Kraft von Gemeinschaft und den unschätzbaren Wert von Freiheit 

Lai wächst in einem trubeligen Arbeiterviertel in Peking auf. Ihr Vater redet nicht, die Mutter interessiert sich nur für das Geschehen auf dem Hausflur, einzig die Großmutter ist wirklich präsent, kompromisslos in ihrer Liebe zu ihren Enkeln.
Bei einem Nachbarschaftsstreich lernt die junge Lai die Härte des Regimes kennen. Sie zieht sich zurück in die Welt der Bücher und erlangt ein Stipendium an der renommierten Peking-Universität. Dort eröffnet sich ihr eine neue Welt, in der die Meinung frei gesagt wird. Während sich der Widerstand gegen das Regime formiert, findet Lai ihre eigene Stimme und Freunde, die an ihrer Seite stehen auf dem Platz des Himmlischen Friedens.

»Ergreifend und kraftvoll.« DAILY MAIL

»Ein eindringlicher Roman. Lai Wen erweckt in dieser zutiefst persönlichen Erzählung die Vergangenheit zum Leben.« PUBLISHERS WEEKLY

»Ein ergreifendes Epos über die Entwicklung eines politischen Bewusstseins in einer Zeit großer Gefahr.« LOS ANGELES TIMES

»Ein bemerkenswerter Roman, den man nicht mehr vergisst, und der zeigt: Geschichte wird von Frauen geschrieben.« KRISTINA LUNZ

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Personeninformation

Lai Wen wurde 1970 in Peking geboren. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in England, nachdem sie China 1989 nach den Protesten am Platz des Himmlischen Friedens verlassen musste. 

Judith Schwaab, Jahrgang 1960, studierte Italienische Philologie. Sie ist Lektorin und Übersetzerin aus dem Englischen und Italienischen, unter anderem von Anthony Doerr, Daniel Mason, Jojo Moyes, Sue Monk Kidd, Maurizio de Giovanni und Stefania Auci. Für ihre Übersetzung von Chimamanda Ngozi Adichies "Blauer Hibiskus" erhielt sie 2020 den Internationalen Hermann-Hesse-Preis.

Pressestimmen

»Dies ist einer der Romane, die man nicht wieder vergisst, an denen man kleben bleibt und wünscht, sie mögen niemals enden.« Karoline Pilcz Buchkultur 20250612
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