Karma

"Endlich ein großer deutscher Zukunftsroman." Denis Scheck, ARD Druckfrisch
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Buchprofile - Rezension
Zukunftsvision von einem Deutschland im Jahr 2035, in dem sich die Lebensgewohnheiten durch den Einfluss von KI verändert und verschlimmert haben.
Brandenburg 2035, an einem See in der Nähe von Berlin veranstaltet die Omen SE, ein deutsches Vorzeigeunternehmen mit einer Vielzahl an KI-Plattformen für alle erdenklichen Lebensbereiche, einen Festakt, bei dem Führungskräfte in den Ruhestand verabschiedet werden. Die CEO hält eine Rede, ihr Ton ist stark nationalistisch, die literarischen Anspielungen sind überhöht, die Metaphern plump. Am See sind gläserne Bungalows entstanden, ausgestattet mit jedem erdenklichen Komfort, speziell für ausscheidende Führungskräfte mittleren Alters. Die hochautomatisierten intelligenten Wohneinheiten werden an diesem Abend offiziell in Betrieb genommen. Dabei lernen wir die frühzeitig in den Ruhestand entlassenen Mitarbeiter kennen: den 48-jährigen Abteilungsleiter Joachim, der mit seiner CEO auch eine intime Beziehung pflegt. Daniel, den allseits unbeliebten Leiter der internen Ablaufoptimierung. Frauke und Nilufar, die gemeinsam ein exklusives Weinhandelsunternehmen aufgebaut haben. Der Weinkonsum ist beträchtlich, selbst Christiane, Gründerin der Partnervermittlung Intelligenzija, frönt exzessiv dem Chardonnay. Die amourösen Verstrickungen der Hauptfiguren, die alle eine gewisse Melancholie teilen, folgen einem Überlebenskampf der Fittesten - mit der ironischen Wendung, dass nun vorwiegend Frauen, die neuen Lenker des Gemeinwesens, diesen Prozess vorantreiben. - Der Autor widmet sich einer nicht allzu fernen Zukunft, in der künstliche Intelligenz tiefgreifende Auswirkungen auf gesellschaftliche Strukturen und Verhaltensweisen hat. In dieser Vision präsentiert er zynisch, mit beißender Ironie, satirischen Spitzen und sprachlich dem Jargon der Managerwelt entlehnt, eine Welt nach dem Patriarchat, die jedoch weiterhin von autoritären Tendenzen geprägt ist - diesmal unter dem Banner des Feminismus. Alles in allem eine komplexe, schwer zugängliche und eigenwillige Kombination aus experimentellen und klassischen Erzähltechniken, die sich nur literarisch Geübten erschließen dürfte.
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Artikelbeschreibung

Ein deutscher Herbst im Zeitalter der KI: eine abgründige, erhellende, rauschhafte Lektüre. Der lang erwartete Nachfolger des SPIEGEL-Bestsellers Hochdeutschland.

Brandenburg, im Herbst 2033. Mit einem Festakt werden die führenden Köpfe der Omen SE, des wertvollsten deutschen Technologieunternehmens, in den Ruhestand verabschiedet. Für sie bricht das Zeitalter der Muße an, «die Zeit der Melonen und Feigen». Gläserne Smarthouses stehen in der unternehmenseigenen Siedlung am Auensee bereit. Dort finden sie zu sich, sie kommen zur Ruhe. Doch am Himmel über den Endmoränen kündigt sich schon ein Wetterleuchten an ...

Alexander Schimmelbusch führt uns an einen Ort in naher Zukunft, wo erschöpfte Bildungsbürger und die Anhänger neuer Diktaturen allein sind mit ihrer Wut und ihrer Sehnsucht, mit invasiven Arten und Technologien. Karma ist eine Zukunftsvision, ein Gesellschaftsroman, dem es um nicht weniger geht als «das gute Leben». Aber was ist gut? Wer entscheidet, und wer richtet über wen? Und was richtet sie an, die Anziehung, die Verachtung, auf allen Seiten?

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Personeninformation

Alexander Schimmelbusch, geboren 1975 in Frankfurt am Main, wuchs in New York auf und studierte an der Georgetown University in Washington. Seine Romane werden von der Kritik gefeiert. 2018 erschien Hochdeutschland und wurde ein Bestseller, 2019 gewann der Autor den Rom-Preis der Deutschen Akademie. Er lebt in Berlin.

Pressestimmen

Ein Sprengsatz in der Haus-auf-dem-Land-Literatur ist Alexander Schimmelbuschs brillanter, phantastisch-dunkler Roman "Karma", der von den großen Fragen unserer Zeit handelt - von der Digitalisierung und dem, was sie mit den Körpern, dem Fühlen und Denken macht, vom Klimawandel, vom Übergang zu einer von Tech-Konzernen gesteuerten, entdemokratisierten Gesellschaft. Niklas Maak Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 20241006
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