Ich war Diener im Hause Hobbs

Roman
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Buchprofile - Rezension
Die Welt eines Butlers gerät aus den Fugen, als sein Dienstherr sich das Leben nimmt.
Die gebürtige Vorarlbergerin Verena Roßbacher bringt in ihrem Roman das Thema Identitätsfindung auf spannende, hintergründige und oft witzige Art zum Sprechen. Die Hauptfigur: Ein junger Mann, der sich ausgerechnet für den Beruf des Butlers entschieden hat. Krischi alias Robert will sich damit begnügen, Statist zu sein im Leben anderer, zugleich in einem wohlgeordneten Rahmen leben. Aber der gerät aus den Fugen, als gegen den Herrn des Hauses Hobbs in Zürich ermittelt wird und der sich erschießt. Aus der Rückschau versucht der Butler eine Erklärung zu finden. Er blickt auf das sorglose Leben der Familie mit seinen Inszenierungen und stößt auf immer mehr Doppelbödigkeiten und Fragen. Der Leser kann nun mit der Hauptfigur in einen Wettbewerb treten darum, Hinweise zu entschlüsseln und richtig zu interpretieren. Die Verwicklungen nehmen zu. Auch die Clique von Krischis drei engsten Kindheits- und Jugendfreunden steht seit einem Besuch mit Frau Hobbs in Krischis Heimatstadt Feldkirch mit den Hobbs in Kontakt. Daher gerät bei der Ursachenforschung Krischis eigenes Leben zunehmend in seinen Focus. Vor allem als sich sein liebster Freund Olli nach einer Affäre mit Frau Hobbs ebenfalls das Leben nimmt. Erst dieser Schmerz lässt ihn endlich aktiv werden. Die unzähligen Fotos, die das Feldkircher Lokalfaktotum Rosl Fraxner all die Jahre in exzessiver Dokumentationswut aufgenommen hat, öffnen Krischi die Augen. Er merkt, wie wenig er seinen Erinnerungen trauen kann und lernt mühsam: Nur wer wirklich wissen will, schaut genau hin und kann klar sehen. Das gilt für die Umstände des Selbstmords, aber auch für den Blick auf sich selbst. Auch für den Leser wird das Buch, in dem Fotos und Kunstwerke eine zentrale Rolle spielen, zu einer Schule der Wahrnehmung. Ein Buch für alle, die Tiefgründiges und raffinierte Finten lieben.
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Artikelbeschreibung

»Es war ein schlampiger Tag. Dies ist eine einfache Geschichte.«

Ein Skandal und ein überraschender Todesfall in den besten Kreisen der Zürcher Gesellschaft. Ein junger Diener, der Jahre später zurückblickt und die Bruchstücke der Geschichte neu zusammensetzt. Der dritte Roman von Verena Roßbacher ist ein literarisches Ereignis - voller psychologischer Brillanz, umwerfender Poesie und doppelbödigem Humor.

Es war Christian, der Diener der Zürcher Anwaltsfamilie Hobbs, der den Toten im Gartenpavillon neben der blutbespritzten Chaiselongue fand. Jahre später blickt er zurück und versucht zu verstehen, wie es zu der Katastrophe kommen konnte. Erinnerungen an seine Jugend im österreichischen Feldkirch drängen sich scheinbar zufällig in die Rekonstruktion: Vier genialisch provinzielle Jungs rezitieren am sommerlichen See in sagenhaften Anzügen Zweig und Hesse, haben ihre ganz eigene Theorie zu Frauen mit Locken und das gute Gefühl, dies alles wäre erst der Anfang. Christian erzählt vom Auseinanderdriften der Freunde, von seinen ersten Jahren im Hobbs'schen Haushalt, von verwirrenden nächtlichen Zimmer-besuchen, liebevoll inszenierten Familienporträts und dem fatalen Moment, als die einnehmende Hausherrin seinen alten Freunden begegnet. Und während er die Untiefen der eigenen Schuld auslotet, kommt er einem großen Geheimnis auf die Spur.

Ein betörend leichtfüßiger und vertrackt unheimlicher Roman, in dem nichts ist, wie es zunächst scheint.

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