Die Tochter

Roman
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Buchprofile - Rezension
Als die erwachsene Tochter in ihrer Not wieder bei ihrer Mutter einzieht, können die Frauen ihre Differenzen hinsichtlich ihrer Ansichten nicht mehr ignorieren.
"Du warst mein Lebensmittelpunkt. Verdammt! Und jetzt enttäuschst du mich und brichst mir das Herz mit jeder Kleinigkeit, die du tust." Green ist nicht die Tochter, die sich ihre Mutter gewünscht hat. Denn Green ist homosexuell, protestiert vor der Universität und hat keinerlei finanzielle Rücklagen. Ein Alptraum für die Mutter, die sich doch nur ein "normales" Leben für ihr Kind wünscht. Der Roman stellt durch ihre Perspektive als Ich-Erzählerin eine Frau mittleren Alters vor, die stets getan hat, was von ihr erwartet wurde. Sie hat geheiratet, wurde Mutter und arbeitet nun in einem Seniorenheim. Niemand soll über sie schlecht denken oder gar sprechen. Dass ihre Tochter andere Werte vertritt und sich für ihre Mitmenschen sowie deren Rechte einsetzt, kann die Mutter nicht verstehen. Als sich aus einer Notlage heraus ein Zusammenleben zwischen Mutter und Tochter sowie deren Partnerin in der Wohnung der Mutter ergibt, treffen zwei Generationen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ausdauernd ist die Stimme der Ich-Erzählerin, die die Lebenslage ihrer Tochter nicht respektieren möchte und sich über diese echauffiert. Das ist für den/die Leser/-in teilweise anstrengend, dennoch betont diese Permanenz die Not, in der die Ich-Erzählerin sich befindet. Die Sprache ist klar und ohne Schnörkel, der depressiv-verstimmte Ton der Ich-Erzählerin ist ernst, teilweise verzweifelt und entwickelt sich erst im letzten Drittel des Romans zu einer Stimme, die sich vorsichtig wandelt, hin zu einer Protagonistin, die anfängt, gesellschaftliche Strukturen zu hinterfragen. Empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

Kim Hye-Jin, die neue literarische Entdeckung aus Südkorea, erzählt die Geschichte einer Frau, deren Weltbild angesichts des queeren Lebensentwurfs ihrer Tochter aus den Fugen gerät.Seit Jahren teilen Mutter und Tochter wenig mehr als ein wortkarges Mittagessen pro Woche. Zwischen ihren Nudelschalen türmt sich ein Berg aus Ungesagtem. Die Mutter, Pflegerin im Seniorenheim, führt ein unauffälliges, bescheidenes Leben. Ihre Tochter Green hat einen anderen Weg gewählt: Sie hat keinen Mann, kaum Einkommen und liebt eine Frau. Als das Paar bei der Mutter einziehen muss, prallen die radikal verschiedenen Lebensentwürfe aufeinander.Mit großer Sensibilität und sanfter Wucht ergründet Kim Hye-jin die Ängste einer Generation, die sich dem selbstbestimmten Leben ihrer Kinder stur in den Weg stellt. Ein notwendiger Roman über die Enge und Starrheit von Tradition und die Möglichkeit zum Wandel.

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