Versprechen kann ich nichts

Roman
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Buchprofile - Rezension
Geschichte einer ambivalenten Freundschaft zwischen einer 50-jährigen verwitweten Lehrerin in einem Jugendgefängnis und einer jungen Insassin.
Die 50-jährige Mathematik-Lehrerin Elisabetta, seit drei Jahren Witwe, unterrichtet in einem Jugendgefängnis auf einer Insel im Golf von Neapel. Sie fühlt sich dort wohl und aufgehoben. Hinter den Mauern muss sie nichts entscheiden, Angst und Zweifel verschwinden. Sie kümmert sich um ihre Schüler und Schülerinnen und bemüht sich, "ihrem Dasein einen Sinn zu geben", froh, wenn sie diese neugierig und lernbegierig machen kann. Der 16-jährigen Rumänin Almarina, einer neuen Schülerin, fühlt sie sich besonders nah. Sie erkennt deren Möglichkeiten und will ihr helfen und dem vom Vater vergewaltigten, aus der Heimat geflohenen Mädchen eine Perspektive geben. Plötzlich ist da jemand, der ihrer Aufmerksamkeit und Zuneigung bedarf. Und Almarina erwidert vorsichtig das Interesse, würde nach ihrer Entlassung gerne bei der Lehrerin wohnen, auch wenn sie klug betont – was dem Roman den Titel gibt – "versprechen kann ich nichts". – Elisabetta ist die Ich-Erzählerin und Hauptperson, vom Mädchen "Almarina", Titel der italienischen Originalausgabe, erfährt man wenig. Doch ist Elisabettas Hilfe und Unterstützung, ihr Kampf um Almarina wirklich selbstlos? Oder ist Almarina viel mehr der Ersatz für das Kind, das Elisabetta nicht bekommen konnte? Parrella beantwortet diese Fragen in ihrem Roman nicht. Sie erzählt vom langsamen Aufweichen der Starre, die Elisabetta nach dem Tod ihres Mannes erfasst hat. Die Beziehung zu Almarina heilt ihre Trauer. Ob sie die Pflegschaft für Almarina bekommt, lässt die Autorin ebenfalls offen. Eine intensiv geschriebene Geschichte über Einsamkeit, Hoffnung und über den Wert von Beziehungen.
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Artikelbeschreibung

"Zutiefst persönlich, elegant und so frei, wie die Frauen von denen Parrella erzählt." (Vanity Fair)Elisabetta arbeitet als Lehrerin im Jugendgefängnis von Neapel. Als ihr Mann stirbt, stürzt sie sich in die Arbeit. Morgens durchquert sie die Stadt, lässt Lärm und Trauer hinter sich und verspürt Erleichterung, sobald sich das Tor hinter ihr schließt. Doch wie weit geht ihre Verantwortung für die Jugendlichen? Als die eigensinnige Almarina in der Anstalt landet, wird dies für Elisabetta zur persönlichen Prüfung. Kann sie der jungen Frau, die vor dem gewalttätigen Vater aus Rumänien geflohen ist, helfen? Oder ist es in Wirklichkeit sie selbst, die Halt sucht? Die Geschichten der Frauen verbinden sich zu einem Porträt des heutigen Italiens - ein leuchtender Roman über die Frage nach dem richtigen Handeln.

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Personeninformation

Valeria Parrella, 1974 geboren, studierte Sprachwissenschaften und arbeitete als Buchhändlerin und Schauspielerin. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen ihr Erzählungsband Liebe wird überschätzt (2017) sowie zuletzt ihr Roman Versprechen kann ich nichts (2021), mit dem sie auf der Shortlist für den Premio Strega 2020 stand. Valeria Parella lebt in Neapel. Verena von Koskull, geboren 1970, übertrug unter anderem Carlo Levi, Goliarda Sapienza, Edoardo Albinati, Alba de Céspedes und Antonio Scurati ins Deutsche. 2020 wurde sie mit dem Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis ausgezeichnet.

Pressestimmen

"'Versprechen kann ich nichts' ist ein Büchlein von 137 Seiten, die sich lesen wie ein literarisches Schwergewicht. Es geht um Liebe, Hoffnung und den Glauben, dass - egal wie das Leben uns mitspielt - immer eine ganze Zukunft vor uns liegt. Man sollte nur bereit sein, seine Räume zurückzuerobern und sie mit seiner Seele und seinem Geist zu bewohnen." Annette König, Die BuchKönig bloggt / SRF1, 13.04.2021 "Parrella umkreist ihre Protagonistinnen. Ihre Worte deuten vieles nur an, lassen manches im Dunkeln. Genau deswegen hallt dieser kleine Roman noch lang nach dem Lesen nach." Jutta Sommerbauer, Die Presse am Sonntag, 11.04.2021
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