Rückkehr nach Samthar

Roman
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Buchprofile - Rezension
Sehr persönliche Einblicke in Kultur und Gesellschaft Indiens aus der Sicht einer Deutschen.
Nach 35 Jahren kehrt die Ich-Erzählerin zurück nach Indien, an den Hof eines Maharajas in einer ländlichen Gegend. Schon bei ihrem ersten Besuch als Zehnjährige war sie fasziniert von dem Gesamtwerk Indien. Als Erwachsene kann sie einzelne Elemente daraus analysieren und die Wurzeln des aktuellen Zustands aus der langen Kulturgeschichte ableiten. Daraus entwickelt sie ein Bild des modernen Indiens, wo in den Städten die Bedeutung der Religion (Hinduismus) verschwindet und hauptsächlich durch Geld und Macht ersetzt wird. Am Hofe des Maharajas erlebt sie, wie noch immer koloniale Traditionen gepflegt werden, und gleichzeitig der Rhythmus religiöser Feste das Leben bestimmt und die Menschen im Einklang mit sich und ihrem Leben hält. Liebevoll und emotional skizziert sie die Menschen - von der Familie des Maharajas, seinen Dienern bis zum Wanderasketen. Leider mindert der etwas holprige Stil und sehr verschachtelte Sätze das Lesevergnügen für alle, die einen klugen und gleichzeitig emotionalen Einblick in ferne Kulturen schätzen.
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Artikelbeschreibung

An einem Märztag erscheint eine Besucherin aus Europa in einer imposanten, verfallenden Festung im Herzen Indiens. Es ist die Rückkehr an einen Ort ihrer Kindheit. Von hier wurde einst das ehemalige Königreich von Samthar regiert. Das kleine Reich gibt es nicht mehr, wohl aber noch einen Maharaja, der über das Fort und die Menschen dieses extremen Landstrichs gebietet.
Die Ich-Erzählerin gerät von Tag zu Tag in ein immer dichteres Netz von ehemaligen Höflingen, Priestern, Wanderasketen, Verwandten und Dienern des Königs, bis hin zu einer geheimnisvollen Gestalt, die sich jede Nacht vor ihr Bettende legt und im Morgengrauen verschwunden ist. Eines Tages kommt ein Ehepaar zu Besuch, die Nichte des Maharajas, Ganga, und ihr Mann. Es ist ein Besuch aus einem ganz anderen Indien, dem der Technologie und Hochfinanz. Von Anbeginn entspinnt sich ein besonderes Verhältnis zwischen der Erzählerin und der schönen Ganga. Gemeinsam gehen die beiden Frauen in der Festung auf Spurensuche und kommen dem Geheimnis dieses entlegenen Ortes näher.
Mit einem feinen Gespür für die versteckten Gesetzmäßigkeiten des indischen Lebens und seiner Kultur enthüllt Anna Katharina Fröhlich das Wesen dieser Landschaft und ihrer Menschen. Und erzählt, komisch und nachdenklich zugleich, von dem wundersamen Zauber einer Welt, die, anders als unsere profane Stahl- und Betonwelt, von einer viel sinnlicheren, natürlicheren, gesellschaftlich und religiös komplexeren Wirklichkeit ist.

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Personeninformation

Anna Katharina Fröhlich, geboren 1971, lebt am Gardasee und veröffentlichte die Romane «Wilde Orangen» (2004), «Kream Korner» (2010) und «Der schöne Gast» (2014). Sie erhielt u. a. den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. 2011 war «Kream Korner» für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Pressestimmen

"Anna Katharina Fröhlich pflegt einen tollen, maniristischen Stil, bei dem jede Formulierung nicht nur Freude bereitet, sondern auch einen neuen Blick auf die Wirklichkeit eröffnet.“
SWR Fernsehen, Ijoma Mangold

"Komische, poetische Parallelmontage zwischen dem Frankfurt der Achtziger und dem Palast eines Maharadschas.“
Die ZEIT, Ijoma Mangold

"Sehnsuchtsroman, der von verlorener Schönheit erfüllt."
BUNTE, Claus Dreckmann
"Genau und teilnahmsvoll beschreibt Anna Katharina Fröhlich dieses Leben."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Martin Kämpchen

"Lakonisch gewitzter, wirklich vergnüglicher und individueller Ton.“
Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg

"(Ein) anekdotisch-essayistisch grundierter Reisebericht, der vermischt ist mit Erinnerungen an eine Kindheitsreise und weiteren Details aus dem Leben der Autorin (…) (eine) charmante Geschichte."
Kristina Maidt-Zinke, Süddeutsche Zeitung, 27. Juli 2018

"Ein Roman, der hinter jedem Satzwinkel eine Überraschung zu verstecken scheint, eine Wendung ins Unerwartete, in dem das Komische und das Traurige stets eng verwoben sind."
Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 16. Juli 2018
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