Taxi am Shabbat

Band 6282
Eine Reise zu den letzten Juden Osteuropas
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Buchprofile - Rezension
Erschütternde Begegnungen mit den Juden Osteuropas.
Die beiden Autoren, erfahrene und kompetente Journalisten, berichten von ihren Reisen in sieben postkommunistische Länder Osteuropas zu früheren Zentren des osteuropäischen Judentums. In zahlreichen ausgiebigen Gesprächen, vor allem mit jüdischen Überlebenden des Holocaust, ließen sie sich erzählen von den schrecklichen Leiden unter den Nationalsozialisten und deren einheimischen Helfern, von ihrem knappen Überleben und den psychischen Folgen bis heute. Dem Leser wird deutlich, dass die Befreiung durch Russland und die Kommunisten zwar zu einem kurzen Tauwetter führte, die Bestrafung der Helfershelfer der Nazis aber meistens ausblieb, weil der Antisemitismus in Osteuropa keineswegs 1945 verschwunden war. Vielmehr kam es zu einem Rechtsruck, der die überlebenden und in ihre Heimat zurückgekehrten Juden zwar nicht ermordete, aber immer wieder ausgrenzte. Das hatte zur Folge, dass sehr viele nach Israel und in die USA auswanderten oder sich in der Heimat assimilierten, indem sie ihr Jüdischsein höchstens im Verborgenen leben. Neben den Gesprächen über persönliche Schicksale wird immer wieder Geschichtliches angesprochen, so die Rolle Lembergs oder Krakaus unter den Habsburgern, die Teilungen Polens, der Hitler-Stalin-Pakt und die gegenwärtigen Probleme in Ungarn, Tschechien und der Slowakei. - Die Zahl der Juden in Osteuropa ist enorm geschrumpft, aber von den letzten Juden Osteuropas zu sprechen, ist vielleicht doch zu pessimistisch. - Das Buch schließt jedenfalls eine beklagenswerte Lücke unseres Wissens über das osteuropäische Judentum. Die Einstellung ist allen Büchereien zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Mehr als 75 Jahre nach Beginn des Holocaust reisen zwei Journalisten an die Orte, die vor dem Zweiten Weltkrieg Zentren des osteuropäischen Judentums waren. Sie wollen wissen, wie sich jüdisches Leben nach 1945 in sieben ehemals kommunistisch beherrschten Ländern im Osten Europas entwickelt hat.
Wurden Juden wieder in ihren Rechten anerkannt, ihr Eigentum restituiert und die Täter zur Rechenschaft gezogen? Verschwand der Antisemitismus oder wurde er verdrängt? Wie spielt sich jüdisches Leben heute ab in Krakau, Prag oder Budapest? Sie sprechen mit den letzten Überlebenden, mit Rabbinern, Gemeindevertretern, jüdischen Intellektuellen, Museumsgründern, Friedhofswärtern, mit den Heimkindern in Odessa und den Bewohnern von Altersheimen, sie erzählen von den Respekt und Bewunderung einflößenden Lebenserfahrungen im Strom der Regimewechsel, der Tauwetter und Repressionen, bis hin zur Auflösung der Sowjetunion und ihren Folgen. Für die jüdischen Gemeinden wird heute viel davon abhängen, ob die Länder Osteuropas bereit sind, der jüdischen Geschichte den ihr zustehenden Platz in den nationalen Erinnerungskulturen einzuräumen. Danach sieht es allerdings nicht aus. Manche glauben zwar an eine Renaissance des Judentums . Aber in das Europa des noch jungen 21. Jahrhunderts ist der Hass zurückgekehrt.

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Personeninformation

Eva Gruberová, geboren 1968 in Kosice, Slowakei, Journalistin und Autorin; Studium der Philosophie und Deutsch als Fremdsprache in Prag, Frankfurt am Main und München; journalistische Tätigkeiten als Tschechien-Korrespondentin bei der slowakischen Tageszeitung SME, 1999-2002 Leitung des ZDF-Büros Prag, Producerin des ZDF-Südosteuropa-Studios in Wien; Filmautorin: Geboren im KZ (mit Martina Gawaz, ARD 2010, Gewinner der Silbermedaille beim Internationalen Filmfestival in New York 2011); Veröffentlichungen in der Zeit, FAZ, Die Presse, Süddeutschen Zeitung, Referentin der KZ-Gedenkstätte Dachau, Reiseführer-Autorin (mit Helmut Zeller) Slowakei, CityTrip Prag und CityTrip Plus Prag (alle im Reise Know-How Verlag), Sachbuchautorin (mit Helmut Zeller) von Geboren im KZ. Sieben Frauen, sieben Kinder und das Wunder von Kaufering I (C.H. Beck Verlag, 2011)

Helmut Zeller, geboren 1955 in München, Redakteur der Süddeutschen Zeitung, 1996 - 2004 Redaktionsleiter der Erdinger Süddeutschen Zeitung, seit 2005 Redaktionsleiter der Dachauer SZ. Veröffentlichungen zur Zeitgeschichte in der deutschlandweiten Ausgabe der SZ, Reiseführer-Autor (mit Eva Gruberová), Sachbuchautor von Ich sang für die SS. Mein Weg vom Ghetto zum israelischen Geheimdienst (mit Abba Naor, C. H. Beck Verlag, 2014) und Geboren im KZ (mit Eva Gruberová, C. H. Beck Verlag, 2011)

Eva Gruberová, geboren 1968 in Kosice, Slowakei, Journalistin und Autorin; Studium der Philosophie und Deutsch als Fremdsprache in Prag, Frankfurt am Main und München; journalistische Tätigkeiten als Tschechien-Korrespondentin bei der slowakischen Tageszeitung SME, 1999-2002 Leitung des ZDF-Büros Prag, Producerin des ZDF-Südosteuropa-Studios in Wien; Filmautorin: Geboren im KZ (mit Martina Gawaz, ARD 2010, Gewinner der Silbermedaille beim Internationalen Filmfestival in New York 2011); Veröffentlichungen in der Zeit, FAZ, Die Presse, Süddeutschen Zeitung, Referentin der KZ-Gedenkstätte Dachau, Reiseführer-Autorin (mit Helmut Zeller) Slowakei, CityTrip Prag und CityTrip Plus Prag (alle im Reise Know-How Verlag), Sachbuchautorin (mit Helmut Zeller) von Geboren im KZ. Sieben Frauen, sieben Kinder und das Wunder von Kaufering I (C.H. Beck Verlag, 2011)

Helmut Zeller, geboren 1955 in München, Redakteur der Süddeutschen Zeitung, 1996 - 2004 Redaktionsleiter der Erdinger Süddeutschen Zeitung, seit 2005 Redaktionsleiter der Dachauer SZ. Veröffentlichungen zur Zeitgeschichte in der deutschlandweiten Ausgabe der SZ, Reiseführer-Autor (mit Eva Gruberová), Sachbuchautor von Ich sang für die SS. Mein Weg vom Ghetto zum israelischen Geheimdienst (mit Abba Naor, C. H. Beck Verlag, 2014) und Geboren im KZ (mit Eva Gruberová, C. H. Beck Verlag, 2011)

Pressestimmen

"Der Blick in die Vergangenheit erhellt aktuelle politische Entwicklungen - die Renaissance des Judentums hängt davon ab, ob Europa sich gegen den erstarkenden Antisemitismus stellen wird."
Ludwig Kramer, Süddeutsche Zeitung, 10. Oktober 2017
"Eindringliches, überaus lesenswertes Buch."
Alexander Kluy, wina, Oktober 2017
"Einfühlsam gegenüber den traurigen Schicksalen der durch den Nationalsozialismus und den Kommunismus doppelt Verfolgten und kenntnisreich in der Sache, gelingt es den Autoren meisterlich, die persönlichen Geschichten in den allgemeinen Geschichten zu spiegeln."
Rachel Salamander
"Eva Gruberová und Helmut Zeller haben das Buch der letzten jüdischen Überlebenden geschrieben, aber auch der vielen jungen Menschen in Osteuropa, die auf einem Grabmal ein neues Haus errichten wollen."
Ágnes Heller
Mehr von Gruberová, Eva; Zeller, Helmut

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