Das Wesen des Lebens

Roman | Nominiert als 'Wissensbuch des Jahres 2025' (Kategorie Unterhaltung)
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Buchprofile - Rezension
Bewegender Wissenschaftsroman über die Geschichte eines der interessantesten, leider ausgerotteten Seesäuger.
Die nach ihrem Entdecker benannte "Stellersche Seekuh" war die größte ihrer Art, die leider sehr bald nach ihrer Entdeckung durch den Menschen ausgerottet wurde. Dieses Thema greift der Roman der finnischen Autorin Iida Turpeinen auf, die ihre literarische Arbeit dem Verhältnis von Mensch und Tier, Naturwissenschaft und Literatur widmet. Zur Handlung: Mitte des 18. Jh. nimmt der unkonventionelle deutsche Naturwissenschaftler Georg Wilhelm Steller an der "Großen Nordischen Expedition" Berings im äußersten Nordosten Russlands teil. Während der Forschungsfahrt entdeckt er ein Geschöpf, das ihn auf der Stelle fasziniert: Eine Seekuh, die größte ihrer Familie, die sich als einzige ins Nordpolarmeer zurückgezogen hat. Er beschreibt sie eingehend, muss aber auf der Forschungsreise mit der Mannschaft seines Schiffes ums Überleben kämpfen. Gut 100 Jahre später stößt der finnische Gouverneur Johan Hampus Furuhjelm in Russisch-Alaska auf das Skelett einer der letzten Seekühe dieser Art und bringt sie nach Finnland, wo sich der Naturwissenschaftler Alexander von Nordmann und die junge Zeichnerin Hilda Olson der Erforschung des Tieres und seiner einstigen Lebenswelt widmen. Wieder einhundert Jahre danach bekommt der Ornithologe John Grönwall den Auftrag, das Skelett der Seekuh für eine Ausstellung zu restaurieren. – Auch wenn man zunächst zögern mag, bei diesem recht exotischen Thema zu Turpeinens Buch zu greifen – es lohnt sich: Mit viel erzählerischem Geschick schreibt sie nicht nur einen großartigen Wissenschaftsroman. Ihre Darstellung der oft schonungslosen Eroberung und damit verbunden Ausmerzung der Natur macht einerseits betroffen, die Darstellung, wie in unserer Welt alles mit allem verbunden ist und welchen ungemeinen Wert die Umwelt und deren Erhalt hat, berührt anderseits zutiefst.
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Artikelbeschreibung

Drei Jahrhunderte, ein mächtiges, friedliebendes Geschöpf und die Lebenswege der Menschen, die von ihm angezogen sind. Iida Turpeinen erzählt in 'Das Wesen des Lebens' ausgehend von der ausgestorbenen Stellerschen Seekuh von obsessiven Sammlern und rastlosen Wissenschaftlern, von begeisterten Naturschützern und den Frauen, die an Naturerforschungen immer schon beteiligt waren. Sie zeigt, wie wir Menschen vom unbedingten Begehren nach Erkenntnis angetrieben werden - und wie wir dafür die unwiderrufliche Zerstörung der Natur in Kauf nehmen. Ob auf Großer Nordischer Expedition in der Beringsee im 18. Jahrhundert, 100 Jahre später in der russisch-amerikanischen Kompanie in Nowo-Archangelsk in Alaska oder Mitte des 20. Jahrhunderts auf den Vogelinseln vor Helsinki: Turpeinen lässt uns mit ihrer berührenden Erzählkunst unsere Welt und das Wunder des Lebens mit neuen Augen sehen und verstehen, wie alles mit allem verbunden ist. 'Dieses Buch werden Sie bewegt und mit angehaltenem Atem lesen.' 
Helsingin SanomatAus dem Finnischen übersetzt von Maximilian Murmann

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Pressestimmen

Dieses Debüt entfaltet einen wundersamen Sog und hat meinen Blick auf die Welt verändert. Silvi Feist emotion 20241001
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