Die Spinne von Maschhad

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Buchprofile - Rezension
Gespräche mit einem korangläubigen Iraner, der in den Jahren 2000 und 2001 in seiner Heimatstadt Maschhad 16 Prostituierte ermordet hat.
Ein im Exil lebender iranischer Comicautor erzählt die Geschichte des Maurers und Familienvaters Said Hanai, der 2000 und 2001 16 Prostituierte in Maschhad, der "heiligen Stadt" im Nordosten Irans, mit seinen eigenen Händen ermordete. Als gottesfürchtiger Muslim glaubte Hanai, nach den Vorschriften des Korans so handeln zu müssen und war sich bei seinen Morden keiner Schuld bewusst. Neyestani stellt in seiner Erzählung die Filmdokumentation, die seinerzeit durch ein Interview mit dem zum Tode verurteilten Täter entstanden ist, in den Mittelpunkt seiner grob schraffierten, überwiegend monochrom gehaltenen Bilderzählung. Dabei wird das Geschehen aber auch aus der Perspektive anderer Beteiligter aufgegriffen: Hanais ahnungslose Ehefrau, sein Sohn, eine ermordete Prostituierte und ihre verwaiste Tochter sowie der Richter Mansouri kommen so zu Wort. Die Erzählung liefert einen tiefen Einblick in die religiös aufgeladene, widersprüchliche iranische Gesellschaft und löst angesichts der Zustimmung, die der Mörder für seine Untaten in seinem persönlichen Umfeld und in der Bevölkerung erhielt, Befremden aus. Für Büchereien mit größeren Graphic-Novel-Beständen.
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Artikelbeschreibung

Basierend auf Interviews zweier befreundeter Dokumentarfilmer erzählt Mana Neyestani die Geschichte von Said Hanai, der in der Heiligen Stadt Maschhad sechzehn, zum Teil drogenabhängige Prostituierte ermordete. Sämtliche Opfer lockte er zu sich nach Hause und erwürgte sie, darum wurde er in der Öffentlichkeit als "Die Spinne von Maschhad" bezeichnet.Nebst dem Mörder und seinen Angehörigen kommt auch der Richter zu Worte, der Saeed zum Tode verurteilt hat. Diese Graphic Novel zeigt auf, wie die extrem konservativ Auslegung des Islams durch die iranischen Machthaber von Leuten als Freipass zur Selbstjustiz ausgelegt wird, um den sogenannten Abschaum, wie Prostitution und Drogen zu eliminieren. So gab es bei der Verhaftung von Said in Maschhad Proteste.

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Personeninformation

*1973 in Teheran. Neben einer Ausbildung zum Architekten begann er 1990 seine Karriere als Zeichner und wurde mit dem Aufkommen einer reformorientierten Presse rasch zu einem der bekanntesten politischen Karikaturisten. Heute lebt er dank der Organisation «Reporter ohne Grenzen» in Frankreich. Im Iran gehört er immer noch zu den populärsten Cartoonisten und hat auf Facebook über 100'000 Fans.
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